Er bezahlte die Flitterwochen für seinen Bruder … BULLSHIT!

Andre Wolf, 10. Januar 2017

Nicht nur Fakenews, sondern zudem auch noch als gesponserter Beitrag eingeblendet! In vielen Newsstreams auf Facebook ist ein recht reißerischer Teaser zu finden, der von einem kleinen “Familienglück” berichtet.

Das kleine Wort “Gesponsert” weist darauf hin, dass es sich bei diesem Beitrag um eine Werbeanzeige handelt. Facebook beschreibt Werbeanzeigen als bezahlte Mitteilungen von Unternehmen, die in deren Stil verfasst werden und mit denen sie Menschen erreichen können, die für sie am wichtigsten sind. Werbetreibende erstellen Kampagnen mit bestimmten Zielen.

Beispielsweise kann ein Unternehmen eine Kampagne erstellen, weil mehr Personen seine Webseite besuchen sollen. Wenn sie innerhalb der Kampagne Werbeanzeigen erstellen, wählen sie hierfür Bilder, Text und eine Zielgruppe aus, mit denen sie ihrer Meinung nach die Besucherzahl erhöhen können. Das ist nun auch hier der Fall:

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Diese Werbeanzeige erscheint nun mitten im Newsstream der Nutzer. Zunächst nicht ungewöhnlich, da sie einer Newsmeldung gleicht. Mit einem Klick auf diese vermeintlich emotionale Story öffnet sich dann in der Tat so etwas wie eine Newsseite.

Fakenews!

Eine Webseite mit dem Titel “Daily News” öffnet sich, die komplett im Stil einer Nachrichtenwebseite gehalten ist. Wirkt echt, wirkt seriös, ist aber alles Fake! Die ganze Story um “Robert Freudenberger” aus Wien und seinen Bruder ist völlig frei erfunden.

Robert Freudenberger aus Wien, Österreich erlebte den ultimativen Payback-Donnerstag, nachdem er Geld aus seinen eigenen Ersparnissen genommen hatte, um die Flitterwochen seines Bruders und seiner neuen Frau zu zahlen.

Für Robert Freudenberger steht die Familie immer an 1. Stelle und er war bekannt für seine Rücksichtnahme und seine netten Gesten. Er hatte schon immer eine gute Beziehung mit seinem Bruder, sodass sie sich nicht nur als verwandt sondern auch als beste Freunde ansahen.

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Letztendlich ist jede Art von Verlinkung, ob im Menü, an den Seiten, im Kopf- oder Fußteil, mit ein und demselben Link ausgestattet. Spätestens hier bemerkt man, dass diese Newsseite ein reiner Fake ist.

Jede, wirklich jede klickbare Schaltfläche (Menüs, Links, Likeflächen etc.) ist mit einem Affiliate-Link hinterlegt, sprich ein Partnerprogramm in Form eines Werbecodes, welches zu einem Online-Kasino führt. Bis in die Kommentare ist hier wirklich alles erfunden!

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Partnerprogramme!

Diese Fakenews Seite wird nicht von dem Casino selbst betrieben, sondern von einer nicht weiter identifizierbaren Person, welche über die Werbecodes Geld verdient. Das Glücksspielportal stellt lediglich die Codes zur Verfügung. So liest man auf deren Webauftritt, dass man Geld verdienen kann, wenn man andere dazu überredet, sich bei der Plattform anzumelden. Damit man weiß, von wem diese Anmeldung kommt, bekommt jeder Partner einen Link, über den er identifiziert werden kann.

Verdiene Geld

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Wir bezahlen unseren Partnern zweimal im Monat ihren Verdienst aus. Weiters stehen dir täglich aktuelle Reports zur Verfügung um die Entwicklung deiner Promotionmaßnahmen zu kontrollieren und anzupassen.

Das Ziel der Fakenews ist es somit, möglichst viele Menschen mit einer gefälschten Meldung zu locken, so dass diese sich anmelden, denn mit jeder Anmeldung verdient er mit.

Facebook und der Kampf gegen Fakenews

Die besondere Ironie an dieser Geschichte: auf Facebook findet sich diese Fakenews als gesponserter Beitrag. Facebook verdient also letztendlich schön mit an diesem Bullshit. Daher ist die Frage, wie sie unter dieser Fakenews kommentiert wurde, völlig berechtigt:

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