Nach den Krawallen und den Schmähplakaten in Dortmund beim Spiel gegen RB Leipzig hatte der DFB Kontrollausschuss als Strafe für den BVB die Sperrung der Südtribüne beantragt. Der Verein hat diese Strafe akzeptiert und somit wird bei einem der nächsten Heimspiele des BVB die Südtribüne leer bleiben.
Warum also nicht den leeren Platz für etwas Gutes nutzen? Das zumindest ist eine Idee, wie sie auf Facebook in den letzten Tagen prominent verbreitet wurde – auch wenn die Idee nicht aus anderer Feder stammt.
Einen besonders hohen Bekanntheitsgrad erreichte die folgende Idee, nachdem der TV-Moderator Frank Buschmann sie auf seiner offiziellen Facebookseite veröffentlichte.Buschmann unterstütze den Vorschlag mit den Worten:
Das mit Abstand Beste, das ich zur Bestrafung des BVB gelesen habe! Jetzt werden wieder Schlaumeier kommen, die erklären, warum das nicht geht. Ich finde, es ist eine wunderbare Idee!
Hier liest man im Klartext die Statusmeldung, welche bereits über 100.000 Likes innehat:
Lieber DFB,
24.454 freie Plätze auf der Südtribüne? Ernsthaft, etwas Besseres fällt euch nicht ein? Mir schon – wie wär´s denn mal, wenn man gemeinsam mit dem BVB dafür sorgt, dass sich die Südtribüne für ein Spiel mit Kindern füllt!? Es gibt genug soziale Institutionen, die sich über so eine Möglichkeit freuen würden! Und anstatt einer 100.000€ Strafe, die wer weiß wohin fließt und denen, die es verbockt haben, nicht weh tut – könnte man jedes Kind mit einem BVB Schal beschenken! Und plötzlich hätte man viele glückliche Kinder mit leuchtenden Augen … und eine Südtribüne die wohl schöner nicht strahlen könnte.
Ist es denn so schwer sich mal vernünftige Gedanken zu machen??
Kurz jedoch die Info: Buschmann hat zwar die hohe Reichweite mit diesem Post erzielt, dennoch stammt der Text nicht von ihm.
Bereits am 10 .Februar
Wie Buschmann es korrekt beschreibt, ist er Fan der Idee. Die Herkunft ist jedoch eine andere. Bereits am 10. Februar 2017 wurden diese Sätze auf einem Privatprofil veröffentlicht, nur eben mit einer wesentlich geringeren Reichweite. Auf dem Account “Jule Annertzok” gab es aber ähnlich positive Reaktionen darauf.
Keine Chance!
Mittlerweile gibt es jedoch schon erste Informationen, dass diese Idee abgelehnt wurde. So erfährt man auf der Webseite von DerWesten [1]:
Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) teilte dem SID auf Anfrage mit, dass es sich bei der Strafe um ein rechtskräftiges und abgeschlossenes Verfahren handele: Teil des Urteil sei es, dass die Tribüne leer und geschlossen sei.
Gleichzeitig liest man dort jedoch auch, dass die Idee und auch die Umsetzung nicht neu ist. Sowohl Fenerbahce Istanbul, als auch Juventus Turin konnten eine ähnliche Strafe in einen guten Zweck umwandeln.
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