Soziale Ängste, insbesondere während und nach der Pubertät, sind ein ernstes Problem, das häufig zu Suizidgedanken und anderen depressiven Symptomen führen kann. Eine kürzlich von der University of East Anglia durchgeführte Studie unterstreicht die Notwendigkeit frühzeitiger Interventionen, um die psychische Gesundheit junger Menschen zu schützen.

Die Auswirkungen sozialer Ängste auf junge Menschen

Jugendliche, die unter starken sozialen Ängsten leiden, haben der Studie zufolge zwei Jahre später ein erhöhtes Risiko für Selbstmordgedanken und Depressionen. Kenny Chiu, Dozent für klinische Psychologie an der University of East Anglia, betont die Dringlichkeit einer frühzeitigen Behandlung, um die negativen Auswirkungen sozialer Ängste zu mildern.

Die Bedeutung früher Interventionen

„Soziale Angststörungen beginnen oft in der Pubertät und äußern sich durch intensive Angst und Unbehagen in sozialen Situationen. Unsere Studie liefert wertvolle Erkenntnisse darüber, wie soziale Angstsymptome das Risiko für die Entwicklung anderer wichtiger psychischer Gesundheitsprobleme erhöhen können, wenn sie unbehandelt bleiben“, erklärt Chiu.

Koautor Argyris Stringaris, Professor für Kinder- und Jugendpsychiatrie am University College London, fügt hinzu: „Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass eine frühzeitige Behandlung sozialer Ängste entscheidend sein könnte, um die Entwicklung von Suizidgedanken und anderen depressiven Symptomen zu verhindern.“

Umfassende Datenanalyse

Für die Studie analysierten Forscher Daten von mehr als 2.400 jungen Menschen im Alter von 14 bis 24 Jahren aus London und Cambridgeshire. Die Daten stammen aus dem Wellcome Trust Neuroscience in Psychiatry Network (NSPN) und liefern fundierte Erkenntnisse für die Erforschung der psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen. Die Teilnehmer wurden über einen Zeitraum von zwei Jahren dreimal untersucht, was eine detaillierte Analyse der Entwicklung sozialer Ängste und ihrer Auswirkungen ermöglichte.

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Eleanor Leigh, Honorarprofessorin für klinische Psychologie an der Universität Oxford und Mitautorin der Studie, betont: „Unsere Ergebnisse zeigen, dass soziale Ängste eine wichtige Rolle bei der Persistenz depressiver Symptome bei Jugendlichen spielen“.

Praktische Auswirkungen der Studie

Die Ergebnisse dieser Studie unterstreichen die Notwendigkeit, soziale Ängste bei Jugendlichen frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. Schulen, Eltern und Gesundheitsdienstleister sollten zusammenarbeiten, um ein unterstützendes Umfeld zu schaffen und den Zugang zu psychologischer Hilfe zu erleichtern.

Häufig gestellte Fragen (FAQs) zu sozialen Ängsten und ihren Auswirkungen

Frage 1: Was sind die Hauptursachen für soziale Ängste bei Jugendlichen?
Antwort 1: Soziale Ängste können durch eine Vielzahl von Faktoren verursacht werden, einschließlich genetischer Veranlagung, traumatischer Erfahrungen und sozialer Umstände. Häufig beginnen diese Ängste in der Pubertät, wenn Jugendliche verstärkt auf soziale Akzeptanz und Zugehörigkeit achten.

Frage 2: Wie kann man soziale Ängste bei Jugendlichen erkennen?
Antwort 2: Typische Anzeichen für soziale Ängste sind extreme Schüchternheit, Vermeidung von sozialen Interaktionen und intensive Beschäftigung mit sozialen Situationen. Jugendliche können auch körperliche Symptome wie Zittern, Schwitzen oder Übelkeit in sozialen Kontexten erleben.

    Frage 3: Welche Behandlungsansätze sind bei sozialen Ängsten wirksam?
    Antwort 3: Die kognitive Verhaltenstherapie (KVT) gilt als besonders wirksam bei der Behandlung sozialer Ängste. Diese Therapieform hilft Jugendlichen, negative Denkmuster zu erkennen und zu verändern. Zusätzlich können in schweren Fällen Medikamente wie Antidepressiva verschrieben werden.

    Frage 4: Welche Rolle spielen Eltern und Lehrer bei der Unterstützung von Jugendlichen mit sozialen Ängsten?
    Antwort 4: Eltern und Lehrer spielen eine entscheidende Rolle bei der Schaffung eines unterstützenden und verständnisvollen Umfelds. Durch offene Kommunikation und Ermutigung können sie Jugendlichen helfen, ihre Ängste zu überwinden und Selbstvertrauen aufzubauen.

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    Frage 5: Wie können Jugendliche selbst mit sozialen Ängsten umgehen?
    Antwort 5: Jugendliche können Techniken wie tiefes Atmen, Achtsamkeit und positive Selbstgespräche anwenden, um mit ihren Ängsten umzugehen. Es ist auch wichtig, soziale Fähigkeiten schrittweise zu üben und kleine Erfolge zu feiern, um das Selbstvertrauen zu stärken.

      Fazit

      Soziale Ängste sind ein ernst zu nehmendes Problem, das erhebliche Auswirkungen auf die psychische Gesundheit junger Menschen haben kann. Die Studie der University of East Anglia zeigt, wie wichtig frühzeitige Intervention und Behandlung sind, um die Entwicklung von Suizidgedanken und Depressionen zu verhindern. Durch die Zusammenarbeit von Schulen, Eltern und Gesundheitsdienstleistern kann ein unterstützendes Umfeld geschaffen werden, das Jugendlichen hilft, ihre Ängste zu überwinden und ein gesundes, erfülltes Leben zu führen.

      Quelle: Pressetext.com

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