Xylit, eine tödliche Gefahr für Hunde!

Autor: Rüdiger | ZDDK | MIMIKAMA

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Seit einigen Tagen kursiert einen Aufruf auf Facebook, dass man besonders darauf achten soll, dass der Hund kein Xylit (Birkenzucker) frisst, denn das könne tödlich sein.

Um diesen Beitrag geht es:

Kein Fake!

Dies ist ein klassisches Beispiel dafür, dass etwas, das für uns Menschen lecker und oft sogar gesund ist, für einen Hund tödlich sein kann, ähnlich wie Schokolade, Knoblauch, Avocado etc.

Was ist Xylit?

Xylit, auch Birkenzucker genannt, ist ein fünfwertiger Zuckeralkohol. Es ist ein natürlicher Zucker, der in vielen Pflanzen natürlich vorkommt, wie z.B. in der Birkenrinde, daher der Name.



Xylit hat bei gleicher Süßkraft von Zucker und fast gleichem Geschmack 40% weniger Brennwert, da er vom Körper nicht so gut aufgenommen werden kann.
Außerdem wirkt er Karies entgegen und wird daher in vielen zuckerfreien Bonbons und Kaugummis verarbeitet, aber auch in Diätprodukten und in zuckerfreien homöopathischen Globuli (0,02 g Xylit/Globulus) sowie natürlich in Zahnpasta.
Beim Menschen kann Xylit bei übermäßigem Genuss zu Durchfall führen, was aber auch schon alles an „Schädlichkeit“ ist. Xylit ist auch ein Teil der für Diabetiker geeigneten Diät.

Für Hunde extrem gefährlich!

Und genau da liegt das Problem, bzw. der Denkfehler: „Was für uns gesund und nicht giftig ist, ist für Fiffi bestimmt auch nicht schlimm“
Schlimmer Fehler – denn genau das ist es!
Schon in kleinen Mengen (0,1 mg pro kg Hund) kann es zu einem gefährlichen Abfall des Blutzuckerspiegels im Blut kommen. Ab 0,5 mg/kg wird eine sofortige Entgiftung empfohlen.
Hinzu kommt noch, dass Xylit stark giftig für die Leber ist, und es da auch schon bei Mengen unter 0,5 mg/kg Hund zu einem akuten Leberversagen kommen kann. Das endet oft genug tödlich.
Nach Einnahme von Xylit in toxischer Dosis können Hunde apathisch und schwach werden, Krampfanfälle bekommen, zittern, erbrechen, und haben oft Herzrasen.
Ebenso kann es zu einer Gelbsucht kommen, auch wenn die oben genannten Symptome ausgeblieben sind.

In so einem Fall SOFORT ZUM TIERARZT!

Das ist ein akuter Notfall, auch wenn es noch keine Symptome gibt!
Nimmt der Hund etwas xylithaltiges auf (Bonbons, Zahnpasta, Kaugummi, Globuli, etc.) ist dies ein absoluter Notfall, denn schon die Aufnahme von 5 xylithaltigen Bonbons kann für einen Hund von 30 kg tödlich sein!

Fazit

Xylit ist super für den Menschen, wenn man es verträgt, aber absolut gefährlich für den Hund, dies gilt auch schon in relativ kleinen Mengen.

Daher eine dringende Bitte:
Kaugummis, Bonbons und andere derartige Sachen gehören nicht in den Hund, auch wenn Fiffi noch so lieb gucken kann. Lieber selber futtern und nicht dem Hund geben!

Autorin: Anke M., Mimikama.at

Quellehttp://www.vetpharm.uzh.ch/reloader.htm?clinitox/toxdb/KLT_086.htm?clinitox/klt/toxiklt.htm


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