Fake! Die Nachricht gibt sich als offizielle ASFINAG-Warnung zu einer fehlenden Vignette aus und fordert zur angeblichen Sofortzahlung von 12,36 Euro auf. Ziel ist es, persönliche Daten und Zahlungsdaten abzugreifen. Nach dem Klick landet man auf einer gefälschten ASFINAG-Seite, die Kennzeichen abfragt und anschließend ein Formular für Name, Geburtsdatum, E Mail sowie Kartendaten zeigt.
ASFINAG – Warnung vor Betrugsmail
Warnung vor betrügerischen Nachrichten im Namen von ASFINAG
Was nach dem Klick passiert
Diese Screenshots zeigen die nächsten Schritte des Betrugs — etwa die gefälschte Anmeldeseite oder das Formular zur Datenabfrage. Wer hier Daten eingibt, gibt sie direkt an die Täter.
Wortlaut der Nachricht
ASFINAG Wichtige System-Meldung: Maut-Status unklar Aktenzeichen: AT-2026-X94B Guten Tag ich wende mich heute persönlich an Sie, bevor unser automatisches System Ihren Fall zur weiteren Strafverfolgung an die Bezirksverwaltungsbehörde übergibt. Unsere Mautkameras haben erfasst, dass für Ihr Fahrzeugkennzeichen keine gültige Digitale Vignette registriert war. Gemäß § 19 Bundesstraßen-Mautgesetz wird in solchen Fällen vollautomatisiert eine Ersatzmautforderung in Höhe von 120,00 EUR per Post an den Zulassungsbesitzer versendet. Da viele Autofahrer im Alltagsstress schlichtweg vergessen, die Vignette rechtzeitig zu erneuern, habe ich den automatischen Postversand dieser 120-Euro-Strafe in meinem System manuell für 48 Stunden blockiert. Sie haben dadurch jetzt noch die Möglichkeit, von unserer internen Sonderregelung Gebrauch zu machen: Wenn Sie die fehlende 10-Tages-Vignette noch heute für 12,36 EUR nachträglich bezahlen, wird die bevorstehende 120-Euro-Strafe vom System vollständig storniert. Der Vorfall wird dann ohne Anzeige endgültig aus dem Register gelöscht. Bitte führen Sie die rückwirkende Aktivierung über diesen direkten Systemlink durch, damit ich Ihr Aktenzeichen noch heute schließen kann: > Hier klicken, um das Verfahren für 12,36 EUR sofort einzustellen Sollte die Nachzahlung nicht rechtzeitig verbucht werden, wird meine Systemsperre aufgehoben und die 120,00 EUR Forderung geht unwiderruflich in die postalische Zustellung. (Im weiteren Weigerungsfall drohen gesetzliche Strafen bis zu 3.000,00 EUR.) Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit diesem Hinweis weitere Unannehmlichkeiten ersparen. Mit freundlichen Grüßen, Sabine Huber ASFINAG Kundenservice - Abteilung Mautaufsicht Diese Nachricht wurde vom internen Ticketsystem generiert. Das Postfach wird nicht überwacht.
Warum es Fake ist
- Die Nachricht setzt mit Fristen, Drohung und angeblicher Strafe unter Druck.
- Der vorgegebene Betrag von 12,36 Euro soll die 120-Euro-Strafe angeblich verhindern.
- Ein direkter Systemlink soll zur sofortigen Zahlung führen, statt auf eine offizielle ASFINAG-Website zu verweisen.
- Die Folgeseite imitiert ASFINAG-Design und fragt zuerst das KFZ-Kennzeichen ab.
- Auf der nächsten Seite werden Vorname, Nachname, Geburtsdatum, E Mail und vollständige Kartendaten abgefragt.
- Die Seite spricht von einer "sicheren Aktivierung" und zeigt Zahlungslogos wie PayPal und Visa, obwohl es um eine angebliche Mautnachzahlung geht.
- Im zweiten Screenshot steht zudem eine auffällige Fehler- oder Prüfmeldung mit ablaufender Frist, um den Druck zu erhöhen.
Handlungstipps
- Keine Daten oder Kartendaten eingeben und keinen Link aus der Nachricht öffnen.
- ASFINAG über die offizielle Website oder bekannte Servicenummer selbst kontaktieren.
- Die Nachricht als Phishing einordnen und löschen.
- Wenn bereits Daten eingegeben wurden, Bank oder Kartenanbieter sofort informieren.
- Im Zweifel den Vorfall an Mimikama weiterleiten und bei Bedarf Anzeige erstatten.
Weitere Informationen
Ausführliche Hintergründe und Schutzmaßnahmen:
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Hinweis der Redaktion
ASFINAG warnt aktuell Kundinnen und Kunden vor betrügerischen E-Mails rund um die Vignette!
