Behörden Fakes

Betrügerische E-Mail mit angeblicher EUROPOL-Akte

Warnung vor betrügerischen Nachrichten im Namen von EUROPOL

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↳ Themenbereich: Behörden-Fakes erkennen – Hintergründe, typische Muster und weitere Analysen.
Screenshot: Betrügerische E-Mail mit angeblicher EUROPOL-Akte
Tippe auf ein Warnzeichen, um zu sehen, woran du die Fälschung erkennst.
Screenshot — Quelle: Mimikama | 08.09.2026

Wortlaut der Nachricht

Brigade Des Mineurs Untersuchung An: Brigade Des Mineurs, Blindkopie: [unleserlich] Hallo! Anbei finden Sie den ausführlichen Bericht über Ihre Einberufung. Bitte antworten Sie an folgende Adresse: [email protected] EC3 EUROPOL Bundeskriminalamt Bundesministerium Inneres Bundeskriminalamt SICHERER KANAL E.U.R.O.P.O.L Dienst für Koordination der internationalen Zusammenarbeit Im Rahmen einer internationalen Kontrolloperation informieren wir Sie darüber, dass Ihre Akte gemäß dem Protokoll 112-UE unter prioritärer Überwachung gestellt wurde. Diese Maßnahme wird von E.U.R.O.P.O.L in Zusammenarbeit mit der Österreichischen Bundespolizei (Österreichische Bundespolizei) und der Deutschen Bundespolizei (Bundespolizei) im Rahmen des grenzüberschreitenden Kooperationsprogramms durchgeführt. Die technischen Überprüfungen haben ergeben, dass Ihre Internetverbindung und Ihre persönlichen Geräte genutzt wurden, um auf verbotene und eingeschränkte Informationen gemäß den geltenden Gesetzen zuzugreifen. Die Analyse hat außerdem in Ihren Dateien und Daten Elemente festgestellt, die nach den österreichischen und deutschen Vorschriften über die Sicherheit von Informationssystemen als verboten und nicht autorisiert gelten. Nach dem österreichischen Strafgesetzbuch (Strafgesetzbuch - StGB) und dem deutschen Strafgesetzbuch (Strafgesetzbuch - StGB) stellen Verstöße im Zusammenhang mit dem Zugriff auf, der Speicherung oder der Veränderung verbotener Informationen strafbare Handlungen dar, die zu Freiheitsstrafen, administrativen Sanktionen sowie Maßnahmen der internationalen rechtlichen Zusammenarbeit führen können. Die Untersuchung umfasst: • Kinderpornografie, Pädophilie, Cyberpornografie, Exhibitionismus, Sexhandel • Ihre Netzdaten, Ihre telefonischen Verbindungen, Ihre gesicherten Übertragungen, sowie Ihre Anmeldeinformationen. Die Referenz EC79-B wurde gemäß dem europäischen Protokoll zur grenzüberschreitenden Überwachung in die europäische Analysedatenbank aufgenommen. Sie sind verpflichtet, unverzüglich schriftlich zu antworten. Bei Nichtbeantwortung wird ein internationales Verfahren gemäß der europäischen Richtlinie von 1947 eingeleitet. E.U.R.O.P.O.L Technische Direktion für die Zusammenarbeit der Staaten Postbus 90850, 2509 LW Den Haag Niederlande Österreichische Bundespolizei / Deutsche Bundespolizei

Fake! Die Nachricht gibt vor, von Europol und weiteren Behörden zu stammen und behauptet eine strafrechtliche Überwachung. Ziel ist es, Angst zu erzeugen und die Empfängerin oder den Empfänger zu einer Antwort an eine Gmail-Adresse zu drängen. Darauf sollte man nicht eingehen, denn echte Behörden kommunizieren nicht so und nutzen keine Gmail-Adresse für offizielle Ermittlungen.

Warum es Fake ist

  • 1Als Kontakt ist keine offizielle Behördenadresse, sondern eine Gmail-Adresse angegeben
  • 2Es wird eine Antwort per E-Mail verlangt statt über einen amtlichen Kanal
  • 3Die Nachricht arbeitet mit massivem Druck und droht mit einem internationalen Verfahren
  • 4Es werden schwerwiegende Vorwürfe ohne nachvollziehbare Belege erhoben
  • 5Der Text ist sprachlich auffällig und enthält ungewöhnliche Formulierungen wie E.U.R.O.P.O.L
  • 6In der Signatur finden sich verwirrende Angaben wie "Staaten Postbus"
  • 7Es fehlen klare, überprüfbare Aktenzeichen, Kontaktdaten und ein offizieller Behördenauftritt
  • 8Die Kombination aus Europol, Bundeskriminalamt und Bundespolizei wirkt unplausibel und zusammengewürfelt

Handlungstipps

  • Nicht antworten und keine Anhänge oder Links in dieser Nachricht öffnen
  • Keine persönlichen Daten oder Ausweiskopien an die genannte Adresse senden
  • Kein Geld überweisen
  • Die Nachricht als Betrugsversuch markieren und löschen
  • Bei Unsicherheit direkt über die offiziellen Kontaktkanäle von Europol oder der Polizei nachfragen
  • Falls bereits geantwortet wurde, sofort übermittelte Daten überprüfen: Passwörter ändern, Konten prüfen oder gfs. sperren lassen
  • Bei übermittelten Ausweiskopien dies bei der Polizei melden
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