Fake! Diese Nachricht gibt vor, von EUROPOL zu stammen und behauptet eine strafrechtliche Untersuchung samt möglichem Haftbefehl. Ziel ist klarer Einschüchterungsbetrug, um Empfänger zu einer schnellen, unüberlegten Antwort zu drängen. Nicht reagieren und keine Daten preisgeben.
EUROPOL: Drohmail mit Fake-Haftbefehl
Warnung vor betrügerischen Nachrichten im Namen von EUROPOL
Wortlaut der Nachricht
GESICHERTER KANAL - E.U.R.O.P.O.L Koordinierungsdienst zwischen Ländern Im Rahmen einer internationalen Ermittlung teilen wir Ihnen mit, dass Ihre Akte gemäß dem Protokoll 112-EU unter prioritäre Überwachung gestellt wurde. Diese Überwachung wird durch E.U.R.O.P.O.L in Zusammenarbeit mit der Bundespolizei in Berlin und dem Bundesministerium für Inneres in Österreich durchgeführt. Die Ermittlungsergebnisse zeigen, dass Ihre Internetverbindung genutzt wurde, um kinderpornografische Inhalte, die Minderjährige betreffen, anzusehen und zu speichern. Die Analysen belegen zudem das Vorhandensein verbotener Bilder und illegaler visueller Dokumente in Ihren Daten. In Deutschland können solche Taten gemäß 184b Strafgesetzbuch mit bis zu 10 Jahren Freiheitsstrafe geahndet werden. In Österreich sehen die 207a und 207b Strafgesetzbuch Strafen von 1 bis 15 Jahren Freiheitsstrafe vor. Die Untersuchung umfasste Ihre Netzwerkdaten, Ihre gesicherten Übertragungen und Ihre Verbindungsinformationen. Die Referenz EC-79-B wurde in die europäische Analysedatenbank eingetragen. Sie müssen unverzüglich schriftlich antworten. Falls keine Antwort eingeht, wird gemäß der Richtlinie EUROPOL/INT-94/7 ein internationaler Haftbefehl ausgestellt. Antworten Sie ausschließlich an folgende Adresse: [email protected] — EUROPOL Technische Direktion für die Zusammenarbeit zwischen Staaten E.U.R.O.P.O.L. Postbus 90850, 2509LW Den Haag - Niederlande Bundespolizei - Rochstr. 6, 10178 Berlin Bundesministerium für Inneres - Herrengasse 7, 1010 Wien - Österreich
Warum es Fake ist
- E-Mail-Adresse ist ein Gmail-Konto statt einer behördlichen EUROPOL-Domain
- Drohung mit internationalem Haftbefehl bei ausbleibender Antwort
- Ungewöhnliche Schreibweise mit „E.U.R.O.P.O.L“ und mehreren Punkten im Namen
- Vage Verweise auf Protokoll 112-EU und Richtlinie EUROPOL/INT-94/7
- Behauptete Zuständigkeiten von EUROPOL, Bundespolizei und Ministerium ohne nachvollziehbare Form
- Schwere strafrechtliche Vorwürfe sollen den Empfänger sofort unter Druck setzen
- Widersprüchliche und formale Angaben wie Adressen und Referenznummern wirken zusammengesetzt
Handlungstipps
- Nicht auf die Nachricht antworten und keine Anhänge oder Links öffnen
- Absenderadresse genau prüfen, bei EUROPOL sind offizielle Behördenkontakte keine Gmail-Adresse
- Die Nachricht löschen und bei Bedarf als Betrugsversuch an EUROPOL und die Polizei melden
- Keine persönlichen Daten, Passwörter oder Ausweiskopien übermitteln
- Wenn Unsicherheit besteht, direkt über die offizielle EUROPOL-Website Kontakt aufnehmen
Weitere Informationen
Ausführliche Hintergründe und Schutzmaßnahmen:
