Phishing

Fake-Rechnung von Telekom führt zu Datei-Download

Warnung vor betrügerischen Nachrichten im Namen von Telekom

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↳ Themenbereich: Phishing erkennen – Hintergründe, typische Muster und weitere Analysen.
Screenshot: Fake-Rechnung von Telekom führt zu Datei-Download
Tippen Sie auf ein Warnzeichen, um zu sehen, woran Sie die Fälschung erkennen.
Screenshot — Quelle: Mimikama | 02.09.2026

Wortlaut der Nachricht

Guten Tag, für die Kundenkonto 0065009843 erhalten Sie mit dieser E-Mail Ihre Mobilfunk-Rechnung mit der Rechnungsnummer 46220671079901. Rechnung herunterladen und online prüfen. Freundliche Grüße, Ihre Telekom 🔆 Rechnungstipps: Die Rechnung enthält Leistungen von Drittanbietern. Bei Fragen wenden Sie sich bitte direkt an den jeweiligen Anbieter. Alle notwendigen Kontaktangaben finden Sie in Ihrem Rechnungsdokument, welches im Kundencenter und in der MeinMagenta App für Sie hinterlegt ist. FÜR AUGUST 2026 ZU ZAHLENDER BETRAG 70,28 € RechnungOnline ansehen Der zu zahlende Betrag von 70,28 € wird von dem uns genannten Konto.

Fake! Diese Nachricht gibt vor, eine Telekom-Rechnung zu sein und lockt mit einer angeblichen Rechnung zum Nachsehen. Ziel ist es, Sie zum Klick auf „RechnungOnline ansehen“ zu bringen, wodurch ein Datei-Download angestoßen wird. Klicken Sie nicht darauf und prüfen Sie Rechnungen nur über die offiziellen Telekom-Kanäle.

Warum es Fake ist

  • 1Unpersönliche Anrede mit „Guten Tag“ statt namentlicher Ansprache
  • 2Die Mail nennt zwar Kundenkonto und Rechnungsnummer, wirkt aber generisch aufgebaut
  • 3Die Formulierung „Rechnung herunterladen und online prüfen“ soll zum Sofortklick verleiten
  • 4Es wird Druck über eine angebliche Mobilfunk-Rechnung mit Betrag 70,28 € aufgebaut
  • 5Der Button heißt auffällig „RechnungOnline ansehen“, wodurch man zum Klick für eine Prüfung verführt wird
  • 6Der Link führt zu einem Datei-Download, der auf der Dropbox abgelegt wurde
  • 7Die Angaben zu Drittanbietern und dem „Kundencenter“ wirken wie ein Vorwand für weitere Weiterleitungen
  • 8Der Absender wird zwar als "Telekom Deutschland GmbH" angezeigt, die Adresse dahinter läuft allerdings auf die Domain "croll-wenger.de"

Handlungstipps

  • Klicken Sie in dieser Telekom-Mail nicht auf Links oder Buttons.
  • Prüfen Sie offene Rechnungen ausschließlich direkt im Telekom-Kundencenter oder in der offiziellen App.
  • Laden Sie keine angeblichen Rechnungen über externe Download-Dienste herunter.
  • Falls bereits eine ZIP-Datei heruntergeladen wurde: Öffnen oder entpacken Sie sie nicht und löschen Sie die Datei.
  • Falls das Archiv bereits geöffnet oder eine darin enthaltene Datei gestartet wurde: Führen Sie einen vollständigen Sicherheits-Scan des Geräts durch.
  • Falls Sie auf einer nachgeschalteten Seite Zugangsdaten, Zahlungsdaten oder andere persönliche Informationen eingegeben haben: Ändern Sie die betroffenen Passwörter umgehend und prüfen Sie Ihre Konten auf ungewöhnliche Aktivitäten.
  • Löschen Sie die betrügerische Nachricht.

Hinweis der Redaktion

Der Button „RechnungOnline ansehen“ in der gefälschten Telekom-Mail führte nicht zu einer normalen Rechnungsseite der Telekom, sondern direkt zu einer bei Dropbox gespeicherten Datei. Auffällig ist bereits deren Dateiname: Rechnung_2026_08_46220671077901.pdf.zip

Dabei handelt es sich dem Dateinamen zufolge nicht um eine PDF-Datei, sondern um ein ZIP-Archiv. Entscheidend ist die letzte Dateiendung .zip. Der Bestandteil .pdf davor kann den Eindruck erwecken, es handle sich lediglich um eine gewöhnliche PDF-Rechnung.

Solche doppelten Dateiendungen werden bei Betrugskampagnen immer wieder eingesetzt, um gefährliche Downloads weniger verdächtig erscheinen zu lassen. In ZIP-Archiven können sich beispielsweise ausführbare Dateien, Skripte oder andere Schadsoftware befinden.
Ob das hier tatsächlich der Fall war, lässt sich nicht mehr feststellen: Die verlinkte Datei wurde inzwischen von Dropbox gelöscht und steht für eine technische Analyse nicht mehr zur Verfügung. Deshalb können wir nicht belegen, welchen Inhalt das Archiv enthielt oder ob darin tatsächlich Malware gespeichert war.

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