Behörden Fakes

Fake-Vorladung der „Bundespolizei“ mit BKA-Dokument

Warnung vor betrügerischen Nachrichten im Namen von Bundespolizei

|
↳ Themenbereich: Behörden-Fakes erkennen – Hintergründe, typische Muster und weitere Analysen.
Screenshot: Fake-Vorladung der „Bundespolizei“ mit BKA-Dokument
Screenshot — Quelle: Mimikama | 07.07.2026

Was nach dem Klick passiert

Diese Screenshots zeigen die nächsten Schritte des Betrugs — etwa die gefälschte Anmeldeseite oder das Formular zur Datenabfrage. Wer hier Daten eingibt, gibt sie direkt an die Täter.

Fake-Vorladung mit BKA-Dokument als Betrugswarnung.

Wortlaut der Nachricht

Am 03.07.26 um 07:56 schrieb BUNDESPOLIZEI Von: "BUNDESPOLIZEI" Datum: 3. Juli 2026 An: Cc: Betreff: Gefolgt vom Fall - 3 5 ❗ [email protected] ; Dieses Dokument enthält die Ihnen zur Last gelegten Tatsachen. Wir empfehlen Ihnen, das Dokument sorgfältig durchzusehen, um weitere Informationen zu erhalten, und sich mit dem für die Akte zuständigen Ansprechpartner in Verbindung zu setzen. E-mail : [email protected]

Fake! Die Nachricht gibt vor, von der Bundespolizei zu stammen und verweist auf angebliche strafrechtliche Vorwürfe. Ziel ist es, Betroffene unter Druck zu setzen und zur Kontaktaufnahme über eine private Outlook-Adresse zu bewegen. Im Folgescreenshot erscheint ein gefälschtes BKA-Schreiben mit schweren Anschuldigungen, das offensichtlich Angst erzeugen soll.

Warum es Fake ist

  • Der Absender nutzt die Adresse [email protected] und keine offizielle Polizeidomain.
  • Als Kontakt wird [email protected] genannt, keine behördliche E-Mail-Adresse.
  • Der Betreff „Gefolgt vom Fall - 3 5 ❗“ wirkt sprachlich auffällig und unprofessionell.
  • Die Mail nennt „BUNDESPOLIZEI“, das Folgedokument tritt aber als „Bundeskriminalamt“ auf.
  • Im gefälschten BKA-Schreiben werden schwere Vorwürfe wie Kinderpornografie und sexueller Missbrauch eingesetzt, um Panik auszulösen.
  • Das Folgedokument enthält fragwürdige Begriffe wie „Kontaktangaben der Forschungsabteilung“ und verweist erneut auf die Outlook-Adresse.
  • Die angebliche vertrauliche Mitteilung enthält eine einfache Signaturgrafik und keine nachvollziehbaren offiziellen Zustellwege.

Handlungstipps

  • Nicht auf die E-Mail antworten und die Outlook-Adresse nicht kontaktieren.
  • Keine Anhänge öffnen und keine Daten an die angebliche Bundespolizei oder das angebliche BKA übermitteln.
  • Die Nachricht als Spam oder Phishing melden und anschließend löschen.
  • Bei Unsicherheit die echte Polizei über offizielle Webseiten oder bekannte Telefonnummern kontaktieren.
  • Falls bereits geantwortet oder Daten übermittelt wurden, Anzeige bei der Polizei erstatten.
← Alle Warnungen ansehen