Phishing

Gefälschte E-Mail im Namen des ADAC zu EU-Richtlinie

Warnung vor betrügerischen Nachrichten im Namen von ADAC

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↳ Themenbereich: Phishing erkennen – Hintergründe, typische Muster und weitere Analysen.
Screenshot: Gefälschte E-Mail im Namen des ADAC zu EU-Richtlinie
Screenshot — Quelle: Mimikama

Wortlaut der Nachricht

ADAC ALLGEMEINER DEUTSCHER AUTOMOBIL-CLUB Mitgliedermitteilung – Referenz 1782813227 Frist: 30.06.2026 Sehr geehrte(r) ... ich wollte mich persönlich bei Ihnen melden, da Ihr Datensatz bei unserem letzten Systemabgleich aufgefallen ist und eine kurze Aktualisierung Ihrerseits erfordert. Ab Juli 2026: EU-Richtlinie 2025/2143 i.V.m. § 23c StVZO Für bestimmte Fahrzeuge wird gemäß der aktualisierten Verordnung eine zusätzliche sicherheitsrelevante Komponente verpflichtend. In Ihrem Fall ist der Datensatz unter der ID 1782813227 geführt. Unser System hat bislang keine bestätigte Registrierung oder Aktivierung des vorgeschriebenen Sicherheitsmoduls für Ihr Fahrzeug erfasst. Die Umsetzung wird spätestens bis zum 30.06.2026 erwartet. Bitte beachten Sie, dass bei nicht gelösten Fällen folgende Maßnahmen greifen können: • Verwaltungsgebühr von bis zu 200 € • Eintrag im Fahreignungsregister (FAER) • Mögliche Einschränkungen Ihres Versicherungsschutzes Wir haben bereits einen persönlichen Zugangslink für Sie eingerichtet, damit Sie dies schnell erledigen können: Sicherheitsmodul bestätigen Als Mitglied profitieren Sie von einer vergünstigten Bereitstellung über unser Partnernetzwerk. Die Aktivierung erfolgt direkt über Ihren bestehenden Zugang. Zum persönlichen Bereich REFERENZ 1782813227 STATUS Ausstehend FRIST 30.06.2026 ..., ich empfehle Ihnen, sich baldmöglichst darum zu kümmern, damit alles reibungslos bleibt. Mit freundlichen Grüßen, Peter Meyer Team Fahrzeug-Compliance ADAC e.V.

Fake! Die Nachricht gibt vor, vom ADAC zu stammen und fordert wegen einer angeblichen EU-Richtlinie die Bestätigung eines Sicherheitsmoduls. Ziel ist es, Betroffene über den Link oder Button in einen persönlichen Bereich zu locken. Die Drohung mit Gebühren, Fahreignungsregister und Versicherungseinschränkungen soll Druck erzeugen.

Warum es Fake ist

  • Die angebliche Pflicht zu einem „Sicherheitsmodul“ bleibt unklar und nennt kein konkretes Fahrzeug.
  • Die Kombination „EU-Richtlinie 2025/2143 i.V.m. § 23c StVZO“ wirkt vorgeschoben und wird ohne nachvollziehbare Quelle verwendet.
  • Es wird mit bis zu 200 Euro Verwaltungsgebühr, FAER-Eintrag und Versicherungseinschränkungen gedroht.
  • Der Button „Zum persönlichen Bereich“ zeigt im Screenshot keine erkennbare offizielle ADAC-Adresse.
  • „Team Fahrzeug-Compliance“ und „Peter Meyer“ liefern keine überprüfbaren Kontaktdaten.
  • Das angebliche „Partnernetzwerk“ für eine vergünstigte Bereitstellung bleibt unbenannt.

Handlungstipps

  • Klicken Sie nicht auf „Sicherheitsmodul bestätigen“ oder „Zum persönlichen Bereich“.
  • Öffnen Sie ADAC-Dienste nur direkt über adac.de oder über die offizielle ADAC-App.
  • Geben Sie keine Zugangsdaten, Zahlungsdaten, Fahrzeugdaten oder Ausweisdaten über Links aus dieser Mail ein.
  • Prüfen Sie bei Unsicherheit die Nachricht über die offiziellen Kontaktwege des ADAC.
  • Markieren Sie die Mail als Spam oder Phishing und löschen Sie sie anschließend.

Hinweis der Redaktion

Die Mail nutzt echte klingende Rechtsbegriffe, um Seriosität vorzutäuschen. Eine Pflicht für private Fahrzeughalter, über den ADAC ein „Sicherheitsmodul“ zu bestätigen, ergibt sich daraus nicht.

Zwar gibt es EU-Vorgaben zu neuen Fahrzeugsicherheitssystemen, etwa für Neuwagen und Typgenehmigungen. Diese betreffen jedoch nicht eine angebliche Online-Registrierung durch ADAC-Mitglieder und auch kein kostenpflichtiges „Sicherheitsmodul“ über einen Mail-Link.

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