Paketbetrug

Gefälschte Hermes-Mail fordert persönliche Daten und Unterschrift

Warnung vor betrügerischen Nachrichten im Namen von Hermes

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Screenshot: Gefälschte Hermes-Mail fordert persönliche Daten und Unterschrift
Screenshot — Quelle: Mimikama | 14.07.2026

Was nach dem Klick passiert

Diese Screenshots zeigen die nächsten Schritte des Betrugs — etwa die gefälschte Anmeldeseite oder das Formular zur Datenabfrage. Wer hier Daten eingibt, gibt sie direkt an die Täter.

Gefälschtes Hermes-Wunschtermin-Formular mit Hermes-Logo. Abgefragt werden Vorname, Nachname, Adresse, E-Mail-Adresse, Mobilfunknummer, gewünschter Liefertermin sowie Ort, Datum und Unterschrift.

Wortlaut der Nachricht

Von/An: Hans-Andreas Christian Finkenstein Betreff: Hermes-Paketversand / Referenz Nummer DE0033002311182 Sehr geehrte Damen und Herren, aufgrund der schlechten Druckqualität und der Unmöglichkeit, die Worte auf dem Papieretikett deutlich zu lesen, können wir Ihre Lieferung leider nicht abschließen. [...]

Fake! Die Nachricht gibt vor, dass eine Hermes-Lieferung wegen eines schlecht lesbaren Versandetiketts nicht abgeschlossen werden könne. Empfänger sollen ein beigefügtes PDF-Formular ausfüllen und an eine angebliche Kundenservice-Adresse senden. Das beigefügte „Wunschtermin-Antragsformular“ fragt unter anderem Name, Anschrift, E-Mail-Adresse, Mobilfunknummer sowie Ort, Datum und Unterschrift ab.

Warum es Fake ist

  • Der Empfänger hatte nach eigenen Angaben gar kein Paket aufgegeben. Damit fehlt jeder nachvollziehbare Bezug zu einer echten Sendung.
  • Die Nachricht verwendet die Domain hermes-paketdienste.de. Sie gehört nicht zur offiziellen Hermes-Domain myhermes.de.
  • Der angezeigte Absender- und Empfängername „Hans-Andreas Christian Finkenstein“ passt nicht zu einer automatisierten Benachrichtigung eines Paketdienstes.
  • Die Formulierung über „niedrige Pixel oder graue Tinte“ ist sprachlich auffällig und für eine professionelle Versandmitteilung untypisch.
  • Die E-Mail verweist nicht auf die offizielle Hermes-Sendungsverfolgung, sondern fordert dazu auf, einen PDF-Anhang auszufüllen und per E-Mail zurückzusenden.
  • Im Formular werden umfangreiche persönliche Daten abgefragt: Name, vollständige Anschrift, E-Mail-Adresse und Mobilfunknummer.
  • Zusätzlich werden Ort, Datum und eine Unterschrift verlangt. Das ist für die Auswahl eines neuen Zustelltermins nicht nachvollziehbar.
  • Mail und Formular nennen unterschiedliche Gründe für die angebliche Zustellstörung: einmal ein unleserliches Etikett, einmal einen nicht näher erklärten „externen Vorfall“.
  • Auch die Nummern stimmen nicht überein: Im Betreff steht DE0033002311182, im Formular HERMES-PTDE-33002311182; der Dateiname enthält nochmals eine abweichende Nummer.
  • Das Formular drängt ausdrücklich dazu, die Daten ausschließlich an [email protected] zu senden. Damit sollen Betroffene offenbar von den echten Hermes-Kanälen ferngehalten werden.

Handlungstipps

  • Nicht auf die Nachricht antworten und den PDF-Anhang nicht ausfüllen.
  • Keine persönlichen Daten, Telefonnummern oder Unterschriften an die angegebene Adresse senden.
  • Den Sendungsstatus ausschließlich über die manuell aufgerufene Hermes-Website oder die offizielle App prüfen.
  • Die verdächtige E-Mail löschen oder über einen offiziellen Hermes-Kontakt zur Prüfung melden.
  • Wurden bereits Daten übermittelt, ist mit weiteren gezielten Betrugsversuchen zu rechnen. Betroffene sollten ungewöhnliche Nachrichten, Verträge und Zahlungsaufforderungen besonders sorgfältig prüfen.

Hinweis der Redaktion

Die in der Nachricht verwendete Domain hermes-paketdienste.de gehört nicht zur offiziellen Hermes-Domain. Laut DENIC wurde sie erst am 19. Juni 2026 registriert und ist nicht auf die Hermes Europe GmbH eingetragen. Die offizielle Domain myhermes.de besteht dagegen bereits seit 2005 und ist der Hermes Europe GmbH zugeordnet.

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