Fake! Diese SMS stammt nicht vom Kraftfahrt-Bundesamt. Sie gibt vor, ein angeblicher Bußgeldbescheid wegen einer Geschwindigkeitsüberschreitung sei ausgestellt worden. Ziel ist es, Betroffene auf eine gefälschte KBA-Seite zu locken. Dort wird zunächst ein Kennzeichen abgefragt, anschließend erscheint ein angeblicher Bußgeldfall mit Zahlungsformular. Spätestens bei der Abfrage von Kreditkartendaten inklusive CVV ist klar: Hier geht es um Phishing.
KBA-SMS zu Bußgeld ist Fake: Phishing über gefälschte Kraftfahrt-Bundesamt-Seite
Warnung vor betrügerischen Nachrichten im Namen von KBA Kraftfahrt-Bundesamt
Was nach dem Klick passiert
Diese Screenshots zeigen die nächsten Schritte des Betrugs — etwa die gefälschte Anmeldeseite oder das Formular zur Datenabfrage. Wer hier Daten eingibt, gibt sie direkt an die Täter.
Wortlaut der Nachricht
+63 948 374 4556 Bundesbehörde für Kraftfahrzeuge (KBA) Ihr Fahrzeug wurde im Mai 2026 in einem Geschwindigkeitsüberwachungsbereich wegen Geschwindigkeitsüberschreitung angehalten. Nach manueller Prüfung wurde ein Bußgeldbescheid ausgestellt. Bitte legen Sie Einspruch ein oder begleichen Sie das Bußgeld umgehend. Offizielle Website: https://kbade.cc/de Sie erhalten 50 % Rabatt, wenn Sie das Bußgeld innerhalb von 48 Stunden nach Erhalt dieses Bescheids bezahlen. Bei verspäteter Zahlung fallen gemäß dem neu geänderten Paragraphen 143 des Straßenverkehrsgesetzes Säumnisgebühren an. Dies kann alle fahrzeugbezogenen Angelegenheiten, einschließlich, aber nicht beschränkt auf Fahrzeugprüfungen, Eigentumsübertragungen oder Abmeldungen, erheblich beeinträchtigen. Bitte antworten Sie mit „Ja“, öffnen Sie anschließend die SMS erneut und besuchen Sie die offizielle Website, um den Bußgeldbescheid und die zugehörigen Dokumente einzusehen.
Warum es Fake ist
- Die SMS kommt von einer philippinischen Telefonnummer mit der Ländervorwahl +63, nicht von einer deutschen Behörde.
- Das KBA wird falsch als „Bundesbehörde für Kraftfahrzeuge“ bezeichnet. Die echte Behörde heißt Kraftfahrt-Bundesamt.
- Der Link führt auf kbade.cc/de und nicht auf eine offizielle deutsche Behörden-Domain.
- Die Seite wird im Browser als „Schädlich“ markiert.
- Die nachgebaute KBA-Seite fragt zunächst ein Kennzeichen ab und erzeugt danach einen angeblichen Bußgeldfall.
- Die Zahlungsseite verlangt Karteninhaber, Kartennummer, Ablaufdatum und CVV für einen angeblichen Betrag von 6,99 Euro.
- Die Nachricht arbeitet mit künstlichem Zeitdruck, angeblichem Rabatt und Drohungen bei verspäteter Zahlung.
- Die juristische Formulierung wirkt konstruiert und soll Seriosität vortäuschen.
Handlungstipps
- Nicht auf die SMS antworten und den Link nicht öffnen.
- Keine Kennzeichen, persönlichen Daten oder Kreditkartendaten eingeben.
- Falls bereits Kartendaten eingegeben wurden, sofort die Bank kontaktieren und die Karte sperren lassen.
- Kontobewegungen und Kreditkartenumsätze in den nächsten Tagen besonders aufmerksam prüfen.
- Echte Anliegen nur über die offiziellen Kanäle des Kraftfahrt-Bundesamts oder der zuständigen Bußgeldstelle prüfen.
- Die SMS löschen oder den Betrugsversuch bei der zuständigen Meldestelle für Internetkriminalität melden.
Weitere Informationen
Ausführliche Hintergründe und Schutzmaßnahmen:
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Hinweis der Redaktion
Die Screenshots zeigen eine typische Phishing-Kampagne im Behörden-Look. Die Betrugsseite imitiert das Erscheinungsbild des Kraftfahrt-Bundesamts, nutzt Logo-Elemente, Behördenoptik und angebliche Referenznummern. Besonders auffällig ist der niedrige Zahlungsbetrag von 6,99 Euro. Solche Beträge sollen die Hemmschwelle senken, damit Betroffene ihre Kartendaten schneller eingeben. Der finanzielle Schaden entsteht nicht durch dieses angebliche Bußgeld, sondern durch den möglichen Missbrauch der abgegriffenen Kreditkartendaten.
