Als Mimikama 2011 entstand, ging es eigentlich nur um ein paar seltsame Dinge auf Facebook. Damals verbreiteten sich Kettenbriefe, FarmVille-Fakes, Betrugsseiten und Internetmythen wie „Facebook wird morgen kostenpflichtig“. Viele Nutzerinnen und Nutzer waren unsicher, was daran wahr ist und was nicht.
Aus diesen ersten kleinen Faktenchecks entwickelte sich im Laufe der Jahre eine Plattform, die sich heute täglich mit Desinformation, Internetbetrug und viralen Falschbehauptungen beschäftigt.
In diesen 15 Jahren sind bei Mimikama über 40.000 Artikel entstanden.
Wir haben Betrugsmaschen erklärt, virale Bilder überprüft, manipulierte Videos analysiert und Geschichten aus sozialen Netzwerken eingeordnet – immer mit dem Ziel, Orientierung in einem Internet zu schaffen, das oft schneller ist als die Wahrheit.
Aus einer kleinen Idee wurde ein großes Archiv
Mit der Zeit wurde aus der Sammlung von Faktenchecks etwas, das man fast als eine Enzyklopädie über Desinformation bezeichnen könnte.
Tausende Beispiele zeigen, wie Falschmeldungen entstehen, wie sie sich verbreiten und warum Menschen ihnen glauben.
Dabei geht es längst nicht mehr nur um harmlose Internetmythen. In den letzten Jahren haben sich die Herausforderungen deutlich verändert. Immer häufiger tauchen KI-generierte Bilder, manipulierte Videos oder gezielte Desinformationskampagnen auf, die gezielt Emotionen auslösen sollen.
Gerade in Krisenzeiten – etwa bei Kriegen oder politischen Konflikten – verbreiten sich solche Inhalte besonders schnell.
Hinter Mimikama steht kein großes Medienhaus
Was viele Menschen nicht wissen: Hinter Mimikama steht keine große Redaktion.
Der Kern des Projekts besteht aus fünf Menschen.
Claudia, Hilde und Tom kümmern sich vor allem um die tägliche Recherche und die Artikel in der Online-Redaktion. Sie prüfen Hinweise aus der Community, analysieren Bilder und Videos und vergleichen Quellen.
Andre und Almi arbeiten vor allem an Workshops, Bildungsprojekten sowie an TV- und Presseanfragen rund um die Aufklärungsarbeit.
Medienkompetenz wird immer wichtiger
Neben den Artikeln ist ein weiterer Bereich in den letzten Jahren stark gewachsen: Workshops und Bildungsangebote. Mimikama hält Vorträge und Schulungen in Schulen, Unternehmen und Behörden, um zu zeigen, wie Desinformation funktioniert und wie man Fake News erkennen kann.
Der Bedarf an Medienkompetenz ist heute größer denn je.
Erfolge und Auszeichnungen
In den vergangenen Jahren erhielt Mimikama mehrere Auszeichnungen für seine Arbeit.
Dazu gehören unter anderem:
- Blogger des Jahres
- Klicksafe-Preis beim Grimme Online Award
- Menschenrechtspreis der Tonhalle Düsseldorf
Überdies wurden zwei Bücher veröffentlicht und zahlreiche Interviews, TV-Auftritte und Medienbeiträge folgten.
Eine Arbeit, die auch Spuren hinterlässt
Die tägliche Beschäftigung mit Hass, Gewalt und Manipulation hinterlässt allerdings auch Spuren. In den vergangenen Jahren musste das Mimikama-Umfeld auch Abschied nehmen: Zwei Menschen aus dem Team sind viel zu früh verstorben. Und auch persönlich ist die Arbeit nicht immer leicht. Wer sich täglich mit extremen Inhalten, Betrug und Desinformation beschäftigt, bleibt davon nicht völlig unberührt.
Trotzdem geht die Arbeit weiter.
Warum Mimikama weitermacht
Für viele Menschen ist Mimikama inzwischen eine feste Anlaufstelle geworden, wenn sie unsicher sind, ob eine Geschichte stimmt. Genau deshalb machen wir weiter. Nicht, weil wir glauben, das Internet retten zu können. Sondern weil wir jeden Tag sehen, dass Menschen genauer hinschauen wollen.
Unterstützung für weitere Aufklärungsarbeit
Ein großer Teil der Arbeit von Mimikama wird durch Menschen finanziert, die das Projekt freiwillig unterstützen. Wenn dir unsere Arbeit wichtig ist und du möchtest, dass wir weiterhin Desinformation aufdecken und erklären können, kannst du Mimikama unterstützen.
Spendenmöglichkeiten
PayPal
https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=DFR6BRAK8YB2J
Banküberweisung
Empfänger: Mimikama – Verein zur Aufklärung über Internetmissbrauch
Bank: Bank Austria
IBAN: AT46 1200 0529 9919 9621
Betreff: Spende Mimikama
15 Jahre – und die Arbeit geht weiter
Nach 15 Jahren ist eines klar geworden: Das Internet wird nicht ruhiger werden. Aber vielleicht können wir gemeinsam dafür sorgen, dass mehr Menschen genauer hinschauen, bevor sie etwas glauben oder weiterverbreiten.
Hinweis: Stand zum Veröffentlichungsdatum.
Verwendete Bilder, Screenshots und Medien dienen ausschließlich der sachlichen Auseinandersetzung im Sinne des Zitatrechts (§ 51 UrhG).
Teile dieses Beitrags können KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft worden sein.
(Mehr zur Arbeitsweise)

