Fake-News unter dem Deckmantel der Satire!

Achtung: Mimikama warnt vor Uwe Ostertag! Seine manipulierten Zitate tarnen sich als Satire und gefährden die Wahrheit. Seien Sie skeptisch und informiert

→Wie funktioniert Desinformation im politischen Kontext? Antworten finden Sie im Leitfaden Politische Desinformation.

Es kann strafbar sein, Politikern falsche Zitate in den Mund zu legen, um zu hetzen. Deswegen sattelte Uwe Ostertag nun wohl um.

Ostertag scheint doch noch so Manchem nicht bekannt zu sein, was erklärt, warum wir Anfragen zu jenem Bild bekamen:

Mimikama braucht Verstärkung – hilf uns, eine weitere Person ins Team zu holen
Screenshot: mimikama.org
Screenshot: mimikama.org

„Ich habe meinen 2 jährigen Sohn seit vier Jahren nicht gesehen“

…soll da auf einem Schild stehen, welches von einem Migranten gehalten wird.
Ein anderer Text ist aber wichtiger, und auf diesen Text sollte man achten, da er bereits die Antwort auf die Frage beinhaltet, ob das Foto echt ist:

Screenshot: mimikama.org
Screenshot: mimikama.org

„In Satira by Uwe Ostertag“

Auf Deutsch: „In der Satire liegt die Wahrheit“.

Wer ist Uwe Ostertag?

Uwe Ostertag nennt sich selbst einen „Profi-Troll“. Er nimmt gerne aktuelle Themen und legt dann Politikern Zitate in den Mund, die sie nie gesagt haben. Wir berichteten bereits sehr oft über seine „Satire“, die mit Satire so rein gar nichts zu tun hat, hier könnt ihr danach schauen.

„Provozieren, das ist wie ein Orgasmus. Wenn sich jemand aufregt, dann ist das mein Ejakulat. Ich bin der Troll.“

… So Uwe Ostertag in einem Interview mit der FAZ.

Das echte Bild

Das Foto stammt ursprünglich von dem Fotografen Peter Endig und findet sich auch unter GettyImages:

Ein Migrant aus Eritrea mit einem Schild: „Wir sind keine illegalen Flüchtlinge – Wir sind legale Asylsuchende“ während einer Demonstration am  2. Oktober 2015 in Erfurt PETER ENDIG/AFP/Getty Images

Fazit

Politiker wehren sich des öfteren gegen solche Fakes unter dem Deckmantel der Satire. Deswegen scheint Ostertag nun auf drei Jahre alte Bilder von Migranten zurückzugreifen.
Zudem scheinen ihm die Zeichensätze auszugehen, anders können wir uns nicht erklären, warum er als Zeichensatz für das Schild ausgerechnet „Comic Sans“ verwendete.


Hinweis: Stand zum Veröffentlichungsdatum.
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