Vertrauen in Informationen beeinflusst laut neuer Studie das Bauchgefühl von Menschen
Bei diesem Inhalt handelt es sich um eine Pressemitteilung von: pressetext.redaktion
Die Glaubwürdigkeit von Quellen könnte der Schlüssel sein, um gegen die Flut an Fake News online anzukämpfen. Denn was Menschen von einer Nachrichtenquelle halten, beeinflusst ganz fundamental, was sie mit der Information anfangen.
Das hat eine Untersuchung von Forschern um Melissa Ferguson, Psychologieprofessorin an der Cornell University, ergeben.
Glaubwürdigkeit beeinflusst
„Wir wollten wissen, ob Informationen über eine Nachrichtenquelle etwas für automatische ‚Bauchgefühl‘-Reaktionen der Menschen ausmachen“,
sagt Ferguson. In sieben Experimenten mit über 3.100 Teilnehmern haben sich die Forscher damit befasst, wie Hinweise zur Glaubwürdigkeit einer neuen Information die Reaktionen von Probanden beeinflusst.
„Die Studien legen nahe, dass die Glaubwürdigkeit von Nachrichtenquellen klarzumachen der richtige Ansatz im Kampf gegen Fake News ist“,
meint die Psychologin.
In einem der Experimente wurde eine Person namens „Kevin“ zunächst absolut positiv dargestellt. Dann haben die Teilnehmer ein verstörendes Detail erfahren – beispielsweise, dass der Mann wegen häuslicher Gewalt an seiner Exfrau verhaftet worden sei. Falls diese Information der Polizei zugeschrieben wurde, sind auch die schnellen Bauchgefühl-Reaktionen zu Kevin sofort negativer geworden.
War die angebliche Quelle dagegen einfach ein Freund der Ex, blieb die Einstellung zu Kevin positiv. Die Menschen dürften im Zweifel angenommen haben, dass die Ex Gerüchte gestreut haben mag – die Quelle war nicht so glaubwürdig wie die Polizei selbst.
Korrektur von Meinungen
Das Kevin-Experiment zeigt also, dass die angenommene Glaubwürdigkeit einer Quelle die Gefühle der Menschen ganz fundamental beeinflusst.
„In einem unabhängigen Experiment war das auch der Fall, wenn Teilnehmer zunächst dachten, eine Information sei wahr und danach herausgefunden haben, dass sie aus fragwürdiger Quelle stammt“,
berichten die Forscher in ihrer in „Proceedings of the National Academy of Sciences“ veröffentlichten Arbeit.
In Experimenten, in denen rufschädigende Fake News zu Promis die Meinung der Probanden zunächst ins Negative kippen lassen haben, sind diese Auswirkungen zudem sofort verpufft, wenn die als verlässliche Quelle gesehenen Forscher die Teilnehmer informiert haben, dass es sich um eine Fehlinformation handelt.
Insgesamt lässt sich also sagen, dass letztlich die wahrgenommene Glaubwürdigkeit einer Quelle entscheidend dafür ist, wie Nachrichten Meinungen beeinflussen.
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