Der Österreichische Bundesfeuerwehrverband warnt vor Kohlenmonoxid-Vergiftungen, die mobile Klimageräte in Kombination mit Gasthermen auslösen können.
Wie die Freiwillige Feuerwehr Wiener Neustadt berichtet, zählt Wiener Neustadt die meisten Kohlenmonoxidzwischenfälle pro 1.000 Einwohner in Österreich. Besondere Vorsicht ist vor allem bei raumluftabhängigen Gasthermen und mobilen Klimageräten geboten.
Der ÖBFV (Österreichischer Bundesfeuerwehrverband) legt folgenden Faktencheck vor:
- viele mobile Klimageräte saugen Luft aus der Wohnung und befördern diese ins Freie
- dabei kann ein Unterdruck entstehen und die Abgase einer Feuerstätte können nicht mehr durch den Rauchfang abziehen
- Gasthermen erkennen diesen Umstand nicht – Kohlenmonoxid sammelt sich in der Wohnung – es besteht Lebensgefahr!
- Kohlenmonoxid (CO) ist farblos und geruchs- sowie geschmacksneutral, im menschlichen Körper hemmt es den Sauerstofftransport im Blut >> Kohlenmonoxidvergiftung
Daher:
- bei allen Feuerstätten für ausreichend Frischluftzufuhr sorgen
- Gasthermen regelmäßig warten lassen
- vor der Inbetriebnahme der mobilen Klimaanlage beraten lassen (Rauchfangkehrer, Fachfirma)
- CO-Melder in Wohnungen mit Feuerstätten aufstellen
Für Einsatzkräfte gilt: Bei Einsatzstichworten wie „Unfall in Wohnung“ oder „Türöffnung“ sollte ein CO-Warner mitgeführt werden! Bei CO-Austritt müssen die betroffene sowie umliegende Wohnungen belüftet werden.
Artikelbild: Shutterstock / cigdem / Donkeyworx
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