Kaugummi gibt es seit rund 150 Jahren. Doch welche Mythen über den klebrigen Kauspaß sind eigentlich wahr?
Prof. Dietmar Oesterreich, Vizepräsident der Bundeszahnärztekammer, räumt auf fitbook.de mit den Gerüchten auf, denn seit den rund 150 Jahren, in denen Kaugummi bereits bekannt ist, gib es auch allerlei Spekulationen und Mythen über das Kaugummi.
Fest steht: Kaugummikauen kann das Zähneputzen nicht ersetzen!
Durch die erhöhte Speichelproduktion wird aber der saure ph-Wert im Mund neutralisiert und wer auf zuckerfreie Kaugummis zurückgreift, muss sich laut Prof. Oesterreich um Karies auch keine Sorgen machen. Zudem helfen Kaugummis dabei, Speisereste aus den Zahnzwischenräumen zu entfernen.
Kann Kaugummi abführend wirken?
Jein. Viele Sorten enthalten Zuckerersatzstoffe – diese können durchaus abführend wirken. Dazu müsste man jedoch in relativ kurzer Zeit sehr viele Kaugummis hintereinander kauen.
Reduziert das Kaugummikauen das Hungergefühl?
Ganz im Gegenteil! Laut Prof. Oesterreich kann das Kauen zwar den Appetit kurzfristig verringern, aber das Hungergefühl wird damit nur verdrängt. Es kommt später sogar verstärkt zurück!
Stärkt Kaugummi die Kiefermuskulatur?
Jein. Für sichtbare Effekte, müsste man täglich über mehrere Stunden hinweg Kaugummi kauen. Das Kauen regt jedoch die Durchblutung im Gehirn an und steigert die Konzentration.
Ist es schädlich, ein Kaugummi zu verschlucken?
Grundsätzlich sollte man nichts Unverdauliches herunterschlucken. Prof. Oesterreich kann jedoch beruhigen: Niemand muss sich Sorgen machen, wenn er aus Versehen ein Kaugummi verschluckt!
Artikelbild: Lizardflms / Shutterstock
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