Twitter-Interaktionen politischer Führer gezeigt

Erfahre, wie politische Führer auf Twitter interagieren und welche Rolle das politische Regime spielt. Mimikama analysiert die Ergebnisse der USC-Studie

Die Art und Häufigkeit der Interaktionen politischer Meinungsführer auf Twitter orientiert sich sehr stark an ihrem Verhalten in der Offline-Welt, wobei es einen Unterschied macht, in welcher Form von politischem Regime sich die jeweiligen Entscheidungsträger befinden.

Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Wissenschaftlern der University of Southern California (USC), die Twitter-Daten zu Politikern aus 193 Nationen ausgewertet hat.

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Screenshot: Twitter

Erster Einblick in neues Feld

„Bis jetzt hat es keine systematische Untersuchung der Interaktionen zwischen politischen Führern auf sozialen Online-Plattformen gegeben„, erklärt USC-Projektleiter Adam Badawy gegenüber „TechXplore“. Deshalb sei es das primäre Ziel der Studie gewesen, eine Art ersten Einblick in dieses neue Themenfeld zu gewinnen.

„Wir wollten herausfinden, wie und wie oft sie miteinander interagieren, welche Politiker am stärksten kommunizieren und welche von ihnen eine zentrale Rolle im globlen Social-Media-Netzwerk einnehmen.“

so der Forscher.

So kam etwa heraus, dass sowohl die Art und Weise der Interaktionen als auch deren Häufigkeit sehr stark damit zusammenhängen, welches Verhältnis die Staaten untereinander pflegen und welche politische Regierungsform in ihnen zur Anwendung kommt. „Die Staatsoberhäupter von Demokratien kommunizieren öfter miteinander„, erläutert der USC-Experte: „Außerdem zeigt unsere Untersuchung, dass sich ihre Twitter-Communitys oft anhand von ähnlichen regionalen Kriterien und politischen Hierarchieebenen herausbilden„.

Grafik zu den Interaktionen

Für ihre Analyse haben Badawy und seine Kollegin Evgeniia Iakhnis auf eine Sammlung von Twitter-Daten zu politischen Führern aus insgesamt 193 UN-Mitgliedsstaaten zurückgegriffen, die aus dem Zeitraum von 2012 bis 2017 stammen. Diese mussten sie in mühevoller Recherchearbeit zunächst einmal konkreten persönlichen und institutionellen Nutzerkonten zuordnen. Berücksichtigt wurden sowohl Meldungsinhalte in lokalen als auch ausländischen Sprachen.

„Sobald wir unser Datenset zusammen hatten, haben wir daraus ein Netzwerk erstellt, das auf den jeweiligen Nennungen der Politiker basiert. Ein direkter Link in diesem Netzwerk bedeutet, dass ein Führer einen anderen in seinem Posting erwähnt hat„, schildert Badawy. Letztendlich sei dann ein schönes grafisches Abbild der Interaktionen von Politikern entstanden, das die Online-Kommunikation und den Stellenwert einzelner Personen sehr gut widerspiegelt. „Wenn wir noch mehr Daten über einen längeren Zeitraum zur Verfügung hätten, könnten wir einen noch genaueren Einblick erhalten„, ist der Forscher überzeugt.

Quelle: pressetext

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