Zoo-Besucher „ritzen“ Namen in den Rücken eines Nashorns?

Erfahre die Hintergründe zum viral gehenden Nashorn-Foto und wie Mimikama über respektloses Verhalten im Zoo aufklärt und wichtige Fakten liefert

„Camille“ und „Julien“: So lauten die zwei Namen, die während eines Zoo-Besuchs auf den Rücken eines Nashorns geschrieben wurden.

Im Moment gehen die Fotos eines Nashorns viral. Zu sehen ist der Rücken des Tieres, auf dem zwei Namen geschrieben stehen.

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Nutzer fragen sich, ob Zoo-Besucher die Namen tatsächlich eingeritzt haben, ein Stift verwendet wurde oder es sich gar um einen Fake handelt.

Es geht dabei um dieses Foto hier:

Wir erhalten viele Anfragen zu diesem Foto / Screenshot by mimikama.org
Wir erhalten viele Anfragen zu diesem Foto / Screenshot by mimikama.org

Der Faktencheck

Das Foto ist echt und wurde im französischen „Zoo de la Palmyre“ aufgenommen.

Am 21. August 2019 veröffentlichte das Social Media Team des Zoos auf Facebook ein Statement. Zoo-Direktor Pierre Caillé bestätigte die Echtheit der Fotos und Videos gegenüber France 3.

Besucher hatten wohl ihre Namen in die Schicht aus Staub, Trockensand und toter Haut „gemalt“. Die Inschrift wurde wenig später mit einer Bürste wieder entfernt. Diese Prozedur verursachte bei dem 35 Jahre alten Nashorn „Noëlle“ laut Aussagen des Zoos, keine Unannehmlichkeiten. Die Haut dieser Tiere ist sehr dick.

Die Parkleitung zeigt sich jedoch empört gegenüber dem respektlosen Verhalten der verantwortlichen Besucher, auch wenn es den Gästen erlaubt ist, den Rücken der Tiere anzufassen, wenn diese am Rande des Geheges stehen.

„Die meisten Besucher zeigen sich zurückhaltend und verantwortungsbewusst, aber Ausnahmen bestätigen die Regel“,

so Pierre Caillé. Von einer strafrechtlichen Verfolgung des Vorfalls sieht der Zoo-Direktor ab, denkt jedoch über eine Verstärkung der Überwachungs- und Sicherheitsmaßnahmen nach.

In dem Statement heißt es weiter:

Wir glauben, dass die Möglichkeit, sich einem solchen Tier zu nähern, die Emotion des Besuchers weckt und es ihm ermöglicht, sich nicht nur der Vielfalt, sondern auch der Majestät der uns umgebenden Lebenswelt bewusst zu werden.

Nach Aussagen des Zoos, werden Anweisungen zur Sicherheit der Tiere und der Besucher mehrmals täglich am Mikrofon, auf Tafeln entlang der Strecken und mündlich von Tierpflegern und Zoo-Mitarbeitern ausgewiesen.

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Mehr Informationen

Ergebnis:

Ja, Besucher hatten zwei Namen auf die Haut des Nashorns „gemalt“.

Auf der Haut des Nashorns befindet sich eine Schicht aus Staub, Sand und toter Haut – verletzt wurde das Tier also im Sinne von „reinritzen/kratzen“ nicht. Dass es sich aber um eine Respektlosigkeit handelt, bedarf keiner weiteren Diskussion.

Die Zoo-Leitung überlegt nun, die Überwachungs- und Sicherheitsmaßnahmen zu verstärken.

Weitere Quellen: Kieler Nachrichten,

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