Warnung vor Betrug mit dem „Eier-Trick“ durch falsche Heilerinnen

Achtung: Mimikama warnt vor Betrug mit dem „Eier-Trick“ durch falsche Heilerinnen in Hamburg. Seien Sie vorsichtig und schützen Sie sich vor Betrügern

Seit Mitte August haben zwei bislang unbekannte Täterinnen mehrere Frauen betrogen und Bargeld erbeutet. Ihre Masche: Sie treten als Heilerinnen auf und wollen ihre Opfer von einem Fluch befreien.

Hamburger Stadtgebiet, insbesondere im Bereich Hamburg-Neugraben und Hamburg-Bergedorf

Seit Mitte August haben zwei bislang unbekannte Täterinnen mehrere Frauen betrogen und Bargeld erbeutet. Ihre Masche: Sie treten als Heilerinnen auf und wollen ihre Opfer von einem Fluch befreien.

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Zunächst kam es in Neugraben-Fischbek und Hausbruch zu drei Fällen durch angebliche Heilerinnen. Die beiden bislang unbekannten Täterinnen sprachen auf der Straße gezielt russischstämmige Frauen an und behaupteten, die Frauen seien verflucht. Ihnen gelang es, sich das Vertrauen der Frauen zu erschleichen. Dazu nutzten sie unter anderem einen sogenannten „Eier-Trick“, bei dem die Frauen ein selbst gekauftes Ei zerschlagen sollten. Von den Frauen unbemerkt, hatten die Täterinnen das Ei jedoch gegen ein offenbar präpariertes ausgetauscht.

Beim Zerschlagen trat jeweils eine schwarze Flüssigkeit aus, die als Symbol für Schlechtes stehen sollte. Letztlich übergaben die Frauen daraufhin insbesondere Bargeld, in einem Fall sogar einen fünfstelligen Geldbetrag. Das Geld hatten die Frauen entweder von zu Hause oder der Bank geholt. Die Täterinnen wickelten das Geld später jeweils in ein mitgebrachtes Tuch und forderten die Frauen auf, dieses über eine längere Zeit am Körper zu tragen und mit niemandem darüber zu sprechen. Dadurch sollten die Frauen von dem Fluch befreit werden. Letztlich stellten die Frauen im weiteren Verlauf aber fest, dass die Täterinnen das Geld gegen Papierschnipsel ausgetauscht hatten.

Inzwischen halten die angeblichen Heilerinnen offenbar im Südosten Hamburgs Ausschau nach potenziellen Opfern. Am Mittwoch sollte eine 81-Jährige aus Lohbrügge von den Frauen betrogen werden. Weil eine aufmerksame Bankmitarbeiterin die Polizei verständigte, kam es allerdings nicht zur Übergabe des Geldes.

Die beiden Frauen können nach den bisherigen Erkenntnissen wie folgt beschrieben werden:

1)

  • etwa 60 bis 70 Jahre alt
  • etwa 1,55 m bis 1,60 m groß
  • ost-/ südosteuropäisches Erscheinungsbild
  • korpulent
  • graue Haare
  • sprach Russisch und wohl auch Rumänisch
  • hatte eine Warze an der linken Nasenspitze

2)

  • etwa 30 bis 45 Jahre alt
  • etwa 1,55 m bis 1,70 m groß
  • ost-/ südosteuropäisches Erscheinungsbild
  • „normale“ bis kräftige Figur
  • weißblond gefärbte Haare (mal offen, mal zum Zopf getragen)
  • Brille

Die Polizei informiert und rät:

Betrüger sind ausgesprochen kreativ, wenn es darum geht, an das Geld ihrer Opfer zu gelangen. Die gewählten Szenarien setzen die Opfer häufig unter Druck, sodass das Bauchgefühl ausgeschaltet wird und das Opfer „wie unter Zwang“ handelt.

  • Fragen Sie sich: Ist es realistisch, was da behauptet wird?
  • Machen Sie auf sich aufmerksam und bitten Sie ggf. andere um Hilfe.
  • Informieren Sie eine Person Ihres Vertrauens und besprechen Sie, mit welchem Anliegen der oder die unbekannte Personen Sie angesprochen haben.
  • Seien Sie misstrauisch, hören Sie auf Ihr Bauchgefühl und lassen Sie sich in keinem Fall unter Druck setzen!
  • Übergeben Sie niemals Geld oder Wertgegenstände an Ihnen unbekannte Personen.
  • In allen Fällen gilt: Rufen Sie beim kleinsten Verdacht die 110 an.
Quelle: Polizei Hamburg
Artikelbild: Shutterstock / Von famevrs

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