Küken im offen Ei ausbrüten: Video ist kein Fake!

Achtung: Mimikama warnt vor Fake-Videos! Küken im Ei? Genießen Sie faszinierende Zeitraffer und bleiben Sie informiert über Betrug und Fakes

Wer immer schon sehen wollte, wie ein Küken in einem Ei heranwächst, kann das in diesem Zeitraffer-Video ganz gut sehen.

Das Küken-Video ist nicht ganz 8 Minuten lang. Man sieht darin, wie ein Ei geöffnet wird, der Inhalt entnommen und präpariert wird. Danach wird dieser Inhalt wieder in das offene Ei gelegt.

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Der Rest des Videos zeigt nun, wie in dem Ei ein Küken heranwächst, welches am Ende auch lebensfähig aus dem offenen Ei kommt. Spannend zu beobachten ist es auf jeden Fall.

Wer nun hinter dem Video ein Forschungslabor vermutet, wird sich wundern: Das Video wurde von japanischen Schülern produziert. Die zeigen in dem Video, wie sie rein durch künstliche Befruchtung aus einem Hühnerei ein Küken züchten.

https://www.facebook.com/Dr.Craft.Official/videos/295161334741760/

Tatsächlich gibt es genaue Dokumentationen, wie man so ein Küken heranzüchten kann. In einem bereits älteren Artikel von uns haben wir hierzu auf den Lehrer Yutaka Tahara und den Arzt Katsuya Obara von der Takanedai Tierklink verwiesen. Die beiden entwickelten diese Methode und verfassten auch ein ausführliches Papier darüber, welches den genauen Hergang und die Methodik beschreibt (siehe hier).

Küken und offenes Ei: Wie das funktioniert

Man sollte sich dann aber auch auf Trauer vorbereiten: So ist ein Überleben der Küken keineswegs gesichert! Zwar überlebten 90% der Embryonen bis zum 17. Tag, doch selbst eine Belüftung mit reinem Sauerstoff ab Tag 17 ergab „nur“ eine Schlupffähigkeit von 57,1 Prozent.

Was nach reiner Spielerei aussieht, hat aber auch einen wissenschaftlichen Hintergrund:
Für die Erforschung bestimmter Gendefekte eignen sich Hühner besser als Labormäuse. Auf diese Weise könnten Hühner quasi im Glas mit Gendefekt herangezüchtet und noch im Embryonenstatus untersucht werden, um mögliche Behandlungsmethoden zu finden.
Auch eine Stammzellenforschung an Hühnerembryonen ist denkbar, welche zwar grundsätzlich in Deutschland verboten, bei Hühnern aber erlaubt ist, da sie bis kurz vor dem Schlüpfen kein Schmerzempfinden besitzen, so Professor Michael Lierz von der Universität Gießen.

Und auch für den Artenschutz sind die Experimente interessant:
So könnten, wenn die Methode irgendwann perfektioniert würde, durch die künstliche Befruchtung im Labor vom Aussterben bedrohte Vogelarten erhalten werden.

Was also in dem Video so einfach aussieht, bedarf doch einiges an Aufwand, ist aber dennoch sehr interessant anzuschauen.

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