Eine Mail über ein angebliches Paket lockt in eine teure Abofalle!
So wird in der Mail behauptet, man solle ein Paket erhalten, welches jedoch noch abgerufen werden müsse. Die Mail selbst ist recht schmucklos und stammt vom Absender „Information“, was auch nicht unbedingt seriös erscheint. Ziel der Mail: Man wird in eine Abofalle gelockt!
„Betreff: Sie haben Ihr Paket in der Mailbox noch nicht abgerufen
In Bezug auf Paketnummer #2981 HSU – DK
Sehr geehrter Kunde,Sie haben Ihr Paket in der Mailbox noch nicht abgerufen
Für weitere Informationen, drücken Sie die Paketnummer unten
2981 HSU – DK
*Das Paket wird an den Absender zurückgesandt, wenn es nicht innerhalb von zwei Tagen abgeholt wird“
Na, dann drücken wir mal
Wir kommen auf eine Seite, die einem Versandservice namens „City Express“ zu gehören scheint, doch die URL alleine sollte schon misstrauisch machen: die Endung „.to“ gehört nämlich zu dem Inselstaat Tonga.
Noch seltsamer wird es, wenn wir nun das angebliche Paket verfolgen wollen:
„Bezahlen Sie den Schreck“
Da mag man sich doch gierig die Hände reiben: Von irgendwoher ist wohl ein iPhone 11 unterwegs, allerdings stehen noch Versandkosten in Höhe von 1.97 Euro aus. Mit einem weiteren Klick müssen wir nur noch „den Schreck bezahlen“.
Wir sind uns unsicher, ob das ein Vertipper der Betrüger ist oder eine heimliche Ankündigung, dass ein Schreck den Nutzer erwartet. Und wir wundern uns auch überhaupt gar nicht darüber, dass der angebliche Versandservice weiß, was in dem Paket drin ist!
Der Schreck im Kleingedruckten – Die Abofalle
Vergessen wir mal ganz schnell, dass wir eigentlich Versandkosten in Höhe von 1.97 Euro zahlen sollten, denn plötzlich bekommen wir das obige Smartphone für 1 Euro angeboten:
Fassen wir an dieser Stelle nochmal kurz zusammen:
- Ein Paket soll erst abgerufen werden
- Wir landen auf einem ominösen Versandservice aus Tonga
- Der Versandservice weiß, was in dem Paket ist
- Wir sollen unsere Daten eingeben, die der Versandservice doch eigentlich haben müsste
Der Knaller kommt, wenn wir weit, weit nach unten scrollen und das Kleingedruckte lesen:

„Der Preis für Ihr Abonnement bei eBookWormers .com beträgt 45 € / Monat und das Abo läuft weiter, bis es gekündigt wird.“
Tatsächlich also wird damit das Abonnement für eine Seite abgeschlossen, auf der man für 45 Euro im Monat eine Auswahl von eBooks lesen kann… was dann doch ein wenig teurer ist als beispielsweise bei Amazon.
Fazit
Rechtlich ist kaum gegen die Ersteller solcher Seiten vorzugehen: Diese sitzen zumeist anonymisiert im Ausland, oftmals hilft nur das Sperren der Kreditkarte. Dies ist ohnehin anzuraten, denn häufig werden diese Daten dann im Internet gehandelt, weitere Abbuchungen sind zu erwarten.
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