Zu einem kurzen Video wird behauptet, man sehe dort den Einsatz von Panzern und Militärfahrzeugen im Zuge der Coronavirus-Pandemie.
Es handelt sich um dieses Video; hochgeladen wurde es am 16. März auf Facebook, die knappe Beschreibung lautet „Corona in Italien“ und soll anscheinend suggerieren, dass aufgrund des neuen Coronavirus das Militär nun gegen Infizierte eingesetzt werden würde:
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Auch in Italien kursiert das Video, wahlweise wird behauptet, es handele sich um eine Aktion gegen ausgebrochene Häftlinge, gegen SARS-CoV-2 Infizierte oder eine aktuelle „Defender-20“ Aktion (welches übrigens eingefroren wurde, wir berichteten).
Wann, wo, warum?
Das Video entstand bereits am 9. März oder ein wenig früher, es wurde in Palermo aufgenommen, steht allerdings weder mit dem neuen Coronavirus, noch mit den Gefängnis-Unruhen in Verbindung.
Wie unter anderem „Il Messagero“, „BBC“ und die italienischen Faktenchecker „Bufale“ berichten, bestätigte das italienische Militär, dass die Fahrzeuge zum 6. Lancieri d’Aosta-Regiment gehören, welches in Palermo stationiert ist. Jene Einheit kehrte einfach nur von einer Militärübung in Sardinien zurück in die Kaserne.
Nur eines ist zutreffend: Sie kehrten tatsächlich aus Sardinien zurück, um in Bereitschaft zu stehen, falls die Gefängnis-Unruhen sich ausweiten sollten.
Fazit
Kein Einsatz aufgrund der Coronavirus-Pandemie, keine Suche nach 50 ausgebrochenen, infizierten Häftlingen, keine Maßnahme gegen SARS-CoV-2 Infizierte: nur die Rückkehr einer Einheit von einer Militärübung in die lokale Kaserne, um bei eskalierenden Gefängnis-Unruhen einsatzbereit zu sein.
Hinweis: Stand zum Veröffentlichungsdatum.
Verwendete Bilder, Screenshots und Medien dienen ausschließlich der sachlichen Auseinandersetzung im Sinne des Zitatrechts (§ 51 UrhG).
Teile dieses Beitrags können KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft worden sein.
(Mehr zur Arbeitsweise)
