Tansania: Video über Coronatests ist kein Fake!

Achtung: Mimikama warnt vor falschen Informationen zu Coronatests! Überprüfen Sie die Fakten und verbreiten Sie keine unbestätigten Nachrichten

📖Welche Mythen kursieren rund um Gesundheitsthemen? Antworten finden Sie im Leitfaden Gesundheits-Desinformation.

Vor einigen Tagen ist ein Video aus Tansania aufgetaucht, welches den Präsidenten des Landes zeigt, der eine ungewöhnliche Botschaft übermittelt.

Das Video zeigt John Magufuli, den Präsidenten von Tansania. Was er in dem Video sagt, klingt spannend und auch ein wenig skurril: Er erzählt, man habe verschiedenen unsinnigen Dingen Proben entnommen, um sie auf das Coronavirus zu prüfen.

Mimikama braucht Verstärkung – hilf uns, eine weitere Person ins Team zu holen

Darunter eine Papaya oder Motoröl. Um das Labor zu täuschen, wurden die Proben mit irgendwelchen Namen und Daten versehen. So weit, so gut. Doch in dem Video verkündet er nun die Ergebnisse:

Nach seinen Angaben gab es tatsächlich positive Befunde zu Proben, die gar nicht hätten postivie Ergebnisse erbringen dürfen. Der Präsident von Tansania zieht daraus die Rückschlüsse, dass die Tests entweder unzuverlässig sind oder gar verunreinigt ausgeliefert wurden.

Das Video selbst findet man an verschiedenen Stellen im Netz, speziell auf YouTube. Ursprünglich hat es lediglich einen englischen Untertitel bekommen, mittlerweile wurde dieser Untertitel auch auf Deutsch übersetzt.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Faktencheck Video aus Tansania

Wir können natürlich jetzt nicht prüfen, ob die Ergebnisse stimmen und ob in Tansania wirklich absichtlich Proben von Irrwitzigen Dingen auf das Coronavirus geprüft wurden.

Dennoch können wir bestätigen, dass das Video echt ist. Es handelt sich nicht um einen Deep Fake oder um ein zusammengeschnittenes Video. Tatsächlich gibt es auch entsprechend Medienberichte zu den Angaben des Präsidenten. Das Handelsblatt schreibt beispielsweise:

Der Staatschef des ostafrikanischen Landes, John Magufuli, hatte Covid-19-Testkits in seinem Land als mangelhaft bezeichnet. Man habe unter anderem Proben einer Papaya-Frucht und einer Ziege an das nationale Labor geschickt und diese Ergebnisse seien positiv gewesen.

WHO weist Kritik zurück

Die Weltgesundheitsorganisation hat auf die Kritik aus Tansania bereits reagiert und weist die Vorwürfe zurück. In einem Artikel auf N-TV wird dazu Matshidiso Moeti, die Afrika-Leiterin der WHO, zitiert:

Wir sind überzeugt, dass die Tests, die gestellt wurden und die auf dem internationalen Markt sind, (…) nicht mit dem Virus kontaminiert sind.

Übrigens: Mehrere Medienberichte sprechen davon, dass Präsident Magufuli eine recht ungewöhnliche Maßnahme gegen das Coronavirus vorgeschlagen hat: Beten! (siehe hier oder hier).


Hinweis: Stand zum Veröffentlichungsdatum.
Verwendete Bilder, Screenshots und Medien dienen ausschließlich der sachlichen Auseinandersetzung im Sinne des Zitatrechts (§ 51 UrhG).
Teile dieses Beitrags können KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft worden sein.
(Mehr zur Arbeitsweise)