Der hängende Tisch: Kann das funktionieren?

Dieser Tisch hat keine Tischbeine im herkömmlichen Sinne. Er hat Beine aus Schnüren. Die Tischplatte an sich hat keinerlei massive Verbindung zum Boden.

Dieser Tisch hat keine Tischbeine im herkömmlichen Sinne. Er hat Tischbeine aus Schnüren. Die Tischplatte an sich hat keinerlei massive Verbindung zum Boden. Kann das gut gehen?

Es ist ein faszinierendes Foto von einem Tisch, bzw. von einer Konstruktion, die einen Tisch darstellen soll. Letztendlich ist es auch ein Tisch, der trotz fehlender massiver Beine funktioniert.

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Das Geheimnis liegt in der Spannung: Sämtliche Schnüre sind festgespannt und verhindern somit ein Fallen oder Kippen der Tischplatte. Die Beschreibung zu dem Posting, welches den Tisch auf Facebook zeigt, lautet:

No illusion — just physics black witchery.

This is a so-called tensegrity structure. It uses a structural principle based on a system of isolated components under compression inside a network of continuous tension. Can you figure out the physics behind it?

Man spricht also an dieser Stelle von Tensegrity. Es handelt sich dabei um ein Kofferwort aus den Begriffen „tension“ (Spannung), sowie integrity (Ganzheit, Zusammenhalt). Diese in sich geschlossene Architektur hält den Tisch stabil.

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Tisch stabil durch Spannung!

Es sind also nicht die Schnüre an sich, sondern die entstehende Spannung, welche den Tisch stabil hält. Das zentrale Element bildet die einzelne Schnur in der Mitte. Diese verhindert, dass die Tischplatte direkt nach unten fällt. Sie ist also die Aufhängung für die Platte.

Damit die Platte zentriert bleibt, sind die vier gleichlange Schnüre an den Außenkanten gleichmäßig gespannt und wirken einem Kippen entgegen. Das war es auch schon. Den Rest regelt die Spannung.

Wieviel Gewicht halt die Konstruktion aus?

Kann man den Tisch auch belasten? Ja sicher! Wieviel Gewicht auf der Tischplatte gelagert werden kann (und an welcher Stelle), hängt natürlich immer von der schwächsten Komponente ab. In erster Linie spielen da die Schnur in der Mitte, sowie die Holzaufhängungen eine Rolle. Je mehr diese aushalten, desto größer die Last.

In zweiter Linie spielt natürlich auch die Lastverteilung eine Rolle. Wer sich mit dem Popo auf eine Tischkante setzt, sollte nicht mehr Belastung auf die Platte bringen, als die jeweils gegenüberliegende Schnur (oder ihre Halterung) aushält, da das Gewicht die Spannung auf der Schnur erhöht.

Vielleicht sollten wir bei Mimikama einfach mal so einen Tisch nachbauen.

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