Hitzetod: Im Sommer keinen Hund im Auto lassen!

Schützen Sie Ihren Hund vor der Hitze! Erfahren Sie bei Mimikama, warum es lebensgefährlich ist, Hunde im Auto zu lassen und wie Sie schnell handeln können

Achtung! Lebensgefahr für Hunde bei Hitze in geparkten Autos!

„Hund wegen Hitzschlag im geparkten Fahrzeug verendet“. Jedes Jahr im Sommer häufen sich Berichterstattungen über verendete Hunde in geparkten Fahrzeugen. Wegen Unwissenheit oder Gedankenlosigkeit werden die Gefahren oftmals unterschätzt, die einem Hund an einem warmen Sonnentag in einem geparkten Fahrzeug drohen. So reichen 40 Minuten in der Sonne aus, ein Auto auf bis zu 70 Grad Celsius zu erhitzen.

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Fast keine Schweißdrüsen!

Hunde verfügen über fast keine Schweißdrüsen, weshalb sie ihren Wärmehaushalt durch Hecheln regulieren. Die hierdurch entstehende Wasserverdunstung muss der Hund durch Trinken ausgleichen, da es ansonsten zu einer Hyperthermie und letztendlich zum Tod des Tieres kommen kann.

Im Sommer keinen Hund im Auto lassen!

Anhand dieser Grafik erkennt man die Hitzeentwicklung in einem geschlossenen Auto abhängig von der Außentemperatur.

Diese Tabelle zeigt die Hitzeentwicklung in einem geschlossenen Auto abhängig von der Außentemperatur.
Diese Tabelle zeigt die Hitzeentwicklung in einem geschlossenen Auto abhängig von der Außentemperatur.

Insofern gilt es schnell zu handeln, sollten Sie an einem warmen Tag einen Hund in einem geparkten Fahrzeug feststellen. Zunächst sollten Sie sofort die Polizei verständigen. Die Polizei wird dann vor Ort erscheinen und die erforderlichen Maßnahmen treffen. So wird sie zunächst den Fahrzeughalter ermitteln und versuchen, diesen zu erreichen.

Sollte der Fahrzeughalter nicht oder nicht mehr rechtzeitig erreichbar sein, um die Gefahr für den Hund abzuwehren, kann die Polizei das Fahrzeug auch zwangsweise öffnen, um den Hund zu befreien.

Die durch den polizeilichen Einsatz entstehenden Personal- und Fahrtkosten sind von dem Fahrzeug- bzw. Hundehalter zu tragen, so eine Entscheidung des OVG Rheinland-Pfalz. Ferner droht eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. Ist der Gesundheitszustand des Tieres so kritisch, dass auf das Eintreffen der Polizei nicht mehr gewartet werden kann, kann im Ausnahmefall das Fahrzeug auch gewaltsam geöffnet werden (zum Beispiel durch Einschlagen der Seitenscheibe).

Das gewaltsame Öffnen des Fahrzeuges stellt jedoch regelmäßig tatbestandlich eine Sachbeschädigung dar, die im Rahmen des rechtfertigenden Notstandes gerechtfertigt sein könnte, wenn der Hund zu sterben droht. Ob jedoch zum Zeitpunkt der gewaltsamen Öffnung des Fahrzeuges ein rechtfertigender Notstand vorlag, obliegt der Entscheidung der Staatsanwaltschaft bzw. des Gerichts.

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