Pflanzensamen aus China zerstören heimische Flora? – Das Wichtigste zu Beginn:
Aktuell erhalten einige Personen in den USA Päckchen aus China. Der Inhalt: verschiedenste Pflanzensamen. Eventuell steckt Betrug von Online-Händlern dahinter. Behörden raten jedoch vom Aussäen ab.
Päckchen mit Samen geben Rätsel auf
In letzter Zeit erhielten einige Haushalte in den USA rätselhafte Päckchen mit Samen. Die Sendungen stammen meist aus China. So fanden sich in den Päckchen unter anderem Nüsse, Paprika- oder Sonnenblumensamen.
Die Schriftzüge auf den Päckchen werben allerdings für unterschiedliche Produkte wie Spielzeug oder Schmuck.
Behörden wurden aufmerksam
Nun haben die Päckchen Aufmerksamkeit durch das US-Landwirtschaftsministerium erhalten. Die Behörden raten alle, die derartige Päckchen erhalten haben, diese nicht auszusäen, da es sich um invasive Arten handeln könnte.
„Derzeit sind wir nicht sicher, um welche Samen es sich handelt. Wir fordern daher alle auf, äußerst wachsam zu sein. Wenn Sie eines der Pakete per Post erhalten haben, gehen Sie bitte äußerst vorsichtig vor, indem Sie den Inhalt nicht berühren und das Paket in einer Plastiktüte sichern“, gibt Gary Black, Landwirtschaftskommissar von Georgia an.
Doch Bioterrorismus steckt vermutlich nicht hinter der Zusendung dieser Samen.
Betrug von Online-Händlern
Eher liegt nahe, dass es sich hierbei um einen Betrug von Online-Händlern handeln könnte. Versucht ein Verkäufer, seine Rezensionen aufzuwerten, wickelt er gefakte Bestellvorgänge ab.
Zuerst wird hierfür beispielsweise ein Amazon-Konto mit einer gefälschten Mail-Adresse angelegt. Die Artikel werden dann an zufällige Personen versendet. Sobald ein Päckchen zugestellt wurde, gilt der Inhaber des Amazon-Kontos als „verifizierter Verkäufer“ und kann eine positive Bewertung abgeben.
Die Pflanzensamen werden weiterhin verschickt, und noch ist nicht klar, auf welcher E-Commerce-Website die gefälschten Bewertungen zu finden sind, sollte dies tatsächlich der Grund für den Versand der Päckchen sein.
Claudia Spiess ist Redakteurin und Designerin bei Mimikama,
Österreichs führender Faktencheck-Organisation. Sie verbindet
journalistische Sorgfalt mit visueller Kommunikation und trägt
zur verständlichen Aufbereitung von Faktenchecks bei.
Hinweis: Stand zum Veröffentlichungsdatum. Verwendete Bilder, Screenshots und Medien dienen ausschließlich der sachlichen Auseinandersetzung im Sinne des Zitatrechts (§ 51 UrhG). Teile dieses Beitrags können KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft worden sein. (Mehr zur Arbeitsweise)
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