COVID-19 als Todesursache: Ärzte bieten Verbliebenen Geld (Faktencheck)

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Ärzte konfrontieren Angehörige in Todesfällen angeblich mit diversen Angeboten, wenn sie COVID-19 als Todesursache anführen dürften.

Im Internet kursieren verschiedene Varianten der Geschichte, dass Ärzte COVID-19 als Todesursache anführen möchten. In einigen Fällen würden die Mediziner selbst Geld dafür erhalten. In anderen Fällen wiederum sollen die Hinterbliebenen dafür „belohnt werden“ – entweder in Form von Geld, aber auch mit der Übernahme von Bestattungskosten.

Ärzte kassieren nicht für Todesursache COVID-19

Wir berichteten bereits von der Behauptung, dass Mediziner Geld dafür erhalten würden, wenn sie in einem Totenschein die Todesursache COVID-19 eintragen würden.

In unserem Bericht haben wir auch klar dargelegt, wie die Abläufe bei einem Todesfall vorgesehen sind. Hierfür gelten natürlich Regeln, auch ist der jeweilige Amtsarzt der Gesundheitsbehörde dazu verpflichtet, den Totenschein auf Plausibilität zu prüfen. Im Falle einer Kremation gibt es (außer in Bayern) eine weitere Totenschau.

Auch dürfen Ärzte nicht einfach abrechnen, was sie wollen, sondern halten sich hier an die dafür vorgesehene amtliche Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ).

Bezahlen Ärzte für die Todesursache COVID-19?

Nun kursieren im Internet Behauptungen, die besagen, Ärzte würden „Prämien“ an Angehörige von Verstorbenen auszahlen, wenn diese zustimmten, dass als Todesursache COVID-19 angeführt werden kann.

Es handelt sich beispielsweise um diese Behauptung:

Screenshot Facebook
Screenshot Facebook

„Nachbarin ihr Opa verstorben, Arzt möchte gerne Corona eintragen, 2000 Franken würde er zahlen.. Eben erfahren..“

In einem weiteren Posting wird angegeben, dass die Mutter eines Freundes an Krebs verstorben wäre. Dieser Freund wurde hernach gefragt, ob man als Todesursache Corona und nicht Krebs eintragen könnte, um die Statistik aufrecht zu erhalten. Dafür würden die Bestattungskosten übernommen werden.

Was hat es mit diesen „Lügenprämien“ also auf sich?

Sie alle haben auf jeden Fall eins gemein: Es werden keinerlei Quellen angegeben. Meist handelt es sich um Erzählungen, die von Bekannten, Nachbarn oder Freunden von Freunden wiedergegeben werden.

Auch sind die Behauptungen derart vage beschrieben, dass man diese weder bestätigen noch widerlegen kann. Es werden keine Namen genannt, sodass auch diese Quellen nicht greifbar sind.

Diese Meldungen verbreiten sich jedoch rasend schnell in den sozialen Medien, sie werden nur allzu fleißig kommentiert und auch geteilt. Doch zurück bleiben nur Verunsicherung und zahlreiche offene Fragen.

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Quelle: BR24
Artikelbild: Symbolbild / Shutterstock / Von FamVeld


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