Ja, der künftige Corona-Impfstoff wird wahrscheinlich in Pulverform sein

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In einer Reportage wird erwähnt, dass der Corona-Impfstoff in Pulverform sein wird. Darüber wird sich nun gewundert.

In einem kurzen Video, welches in sozialen Medien verbreitet wird, berichtet der NDR über den Umbau eines alten Berufsschulzentrums in Geesthacht. Ein Mitarbeiter des Katastrophenschutzes erzählt, dass er nach dem jetzigen Stand davon ausgeht, der Impfstoff werde in Pulverform angeliefert und im alten Chemieraum angemischt werden.

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Ein zweiminütiger Ausschnitt der Reportage wird verbreitet und sich darüber gewundert:

Aufregung um den Impfstoff
Aufregung um den Impfstoff

Das komplette Video der Reportage stellte der NDR auf YouTube:

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Der Mitarbeiter des Katastrophenschutzes sagt in dem Video (Position 1:39):

„Nach jetzigem Stand gehen wir davon aus, dass es ein Pulver sein wird, welches mit Wasser verdünnt werden muss und muss dann hier portitioniert werden.“

Bei der Nennung des Wortes „Wasser“ zeigt die Kamera ein Becken mit Wasserhahn, was bei vielen zu dem (irrtümlichen) Schluß führt, der Impfstoff werde quasi wie Brausepulver angemischt und verabreicht.

Der Impfstoff der zweiten Generation

Ganz unwahrscheinlich ist die Aussage, dass der Corona-Impfstoff in Pulverform gelagert werden wird, nicht. Denn derzeit gibt es noch ein großes Problem bei dem Pfizer-Impfstoff: Er muss bei -70 Grad Celsius gelagert werden – an einen normalen, medizinischen Kühlschrank ist da also nicht zu denken.

Deswegen arbeitet Pfizer bereits an der zweiten Generation des Impfstoffes, wie Business Insider Mitte November berichtete (siehe HIER). Mikael Dolsten, leitender Wissenschaftler bei Pfizer, gegenüber BI:

„Wir ziehen einige Möglichkeiten für die nächsten Generationen an Impfstoffen in Betracht. Für Covid-19 werden wir nächstes Jahr einen Impfstoff aus Pulver an den Markt bringen.

Wir könnten es schaffen 2021 eine Pulverversion des Impfstoffes zu entwickeln, welche bloß regulär gekühlt werden müsse. Das würde einiges vereinfachen.“

Wie soll eine Impfung in Pulverform denn gehen?

Man kann davon ausgehen, dass der Mitarbeiter des Katastrophenschutzes nicht genau wusste, wie eine solche Impfung in Pulverform technisch funktioniert – das ist nachvollziehbar, denn von Pulver ist man gewohnt, dass es in Wasser aufgelöst werden muss.

Ein Auflösen des Pulvers in (nicht sterilem) Leitungswasser wäre natürlich fatal, ist aber gar nicht nötig:

Das Pulver, dessen Partikel zwischen 20 und 100 Mikrometer groß sind, wird mit Hilfe eines komprimierten Gases auf hohe Geschwindigkeit gebracht und dringt auf Grund seiner Masse und Beschleunigung in die Haut ein.

Die Injektion ist nahezu schmerzlos, das Pulver dringt bis zur Epidermis vor und löst dort dann die Immunreaktion aus.

Wer es gerne wissenschaftlich erklärt haben möchte, kann sich über das Verfahren HIER, HIER oder HIER informieren.

Fazit

Es ist ein Rennen mit der Zeit, ob bis dahin tatsächlich bereits der Impfstoff in Pulverform vorliegt, da die ersten Impfungen in Deutschland ja voraussichtlich bald starten werden.

Klar ist jedoch, dass, wenn es soweit sein sollte, der Impfstoff nicht mit Leitungswasser wie Brausepulver angemischt, sondern das Pulver mit einer speziellen Technik injiziert wird.

Artikelbild: New Africa / Matteo Migliorati / Lipskiy / Shutterstock


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