Österreich im Visier: Fake-News und Abzocke durch irreführende Werbung

Vorsicht vor falschen Schlagzeilen und dubiosen Investitionsangeboten – Hinter diesen Nachrichten verbergen sich gefährliche Betrugsmaschen!

Die Behauptung

Alexander Van der Bellen habe heimlich den NATO-Beitritt Österreichs unterzeichnet und biete nun gemeinsam mit Donald Trump eine Investitionsplattform an, die allen Bürgern finanzielle Unterstützung garantieren soll.

Falsch

Diese Behauptung ist komplett erfunden und zielt darauf ab, Nutzer zu täuschen und ihre persönlichen Daten sowie Geld abzugreifen. Die betrügerischen Anzeigen verwenden manipulierte Bilder und gefälschte Medienberichte, um eine offizielle Nachrichtensituation vorzutäuschen.

Kurze Faktenübersicht:

  • Manipulierte Fotos und gefälschte Websites: Bearbeitete Bilder und nachgeahmte Nachrichtenseiten täuschen Glaubwürdigkeit vor.
  • Erfundene Aussagen von Politikern: Weder Van der Bellen noch Trump haben jemals eine solche Plattform unterstützt.
  • Lockangebote für hohe Gewinne: Die Seiten werben mit unrealistisch hohen Tagesgewinnen, die in Wahrheit nie ausgezahlt werden.

Bewertung: Die Behauptung ist falsch und als betrügerisch einzustufen.

📖Wie geraten Nutzer unbemerkt in Abo-Fallen? Antworten finden Sie im Leitfaden Abo-Fallen.

Betrugsmasche mit gefälschten Nachrichten und manipulierten Promi-Bildern

Social Media ist überschwemmt mit Anzeigen, die scheinbar brisante Nachrichten oder vermeintliche Skandale prominenter Persönlichkeiten verbreiten. Aktuell ist der österreichische Bundespräsident Alexander Van der Bellen im Visier solcher Kampagnen: Angeblich habe er, unterstützt von Donald Trump, eine „Investitionsplattform für finanzielle Unterstützung“ für alle Österreicher gestartet. Klingt spannend? Es ist nichts als eine dreiste Lüge!

Mimikama braucht Verstärkung – hilf uns, eine weitere Person ins Team zu holen

Beispiel einer typischen Anzeige: „Österreich ist offiziell der NATO beigetreten Jeder Bürger hat jetzt Zugang zu finanzieller Unterstützung“ Dazu ein Bild von Van der Bellen und Trump, die gemeinsam lächeln und ein Dokument halten – eine pure Fälschung.

Screenshot der gefälschten "News" auf Facebook
Screenshot der gefälschten „News“ auf Facebook

Erfundene Meldungen und manipulierte Screenshots

Auf den ersten Blick wirken die Anzeigen professionell und vertrauenswürdig – sie enthalten vermeintliche Schlagzeilen, Bilder von Van der Bellen und Trump und sogar das Layout bekannter österreichischer Medien, wie „Heute“ oder „Der Standard“.

Gefälschte Heute-Seite
Screenshot der gefälschten Heute-Seite

Doch die Wahrheit ist: Diese „Nachrichten“ sind gefälscht. Die Betrüger manipulieren Screenshots und designen Websites so, dass sie aussehen wie die bekannten Medienseiten. Das Ziel ist klar: Nutzer sollen auf einen Link klicken und glauben, sie lesen eine echte Nachricht.

Lockangebote für „sichere“ Gewinne – ein gefährliches Spiel

Wer auf die Links in diesen Anzeigen klickt, landet auf dubiosen Plattformen, die hohe Gewinne bei minimalem Aufwand versprechen. So heißt es etwa, dass man täglich zwischen 780 und 1.800 Euro „ohne Vorkenntnisse“ verdienen könne. Das klingt verlockend, oder? Doch in Wirklichkeit handelt es sich um eine klassische Betrugsmasche: Sobald man seine persönlichen Daten eingegeben hat, wird man oft von angeblichen „Finanzberatern“ kontaktiert, die einen zur ersten Einzahlung überreden wollen. Manchmal verlangt die Seite eine Mindestinvestition von 250 Euro, um ein angeblich lukratives „Konto“ zu eröffnen.

Nach der Einzahlung passiert jedoch das, was bei solchen Betrugsplattformen immer passiert: Das Geld verschwindet, und die Versprechungen lösen sich in Luft auf. Die Nutzer verlieren nicht nur das Geld, sondern oft auch ihre persönlichen Daten, die dann möglicherweise weiterverkauft oder für weitere Betrugsversuche missbraucht werden.

Missbrauch von Medienmarken und Manipulation des Vertrauens

Um den Betrug noch glaubwürdiger zu machen, missbrauchen die Täter die Namen und das Design bekannter Medienseiten. Die nachgebauten Webseiten kopieren das Layout und die typischen Farben der Medien, um Vertrauen zu erzeugen. In den vermeintlichen „Interviews“ sprechen angeblich Van der Bellen oder Trump direkt zur Bevölkerung und versichern, dass es sich um eine sichere Investition handelt. Solche gefälschten Zitate und „Nachrichten“ sind nichts anderes als Täuschung und Manipulation.

Hier einige typische Merkmale solcher betrügerischen Seiten:

  • Falsche Namen und Logos: Die Webseiten verwenden Namen, Logos und Designs, die echten Medien täuschend ähnlich sehen.
  • Dringlichkeit und knappe Plätze: Oft wird behauptet, dass es „nur noch wenige Plätze“ gäbe, um die Nutzer zur schnellen Registrierung zu drängen.
  • Hohe Gewinnversprechen: „Verdienen Sie €1.800 täglich!“ – solche Versprechen sind unrealistisch und dienen nur dazu, das Interesse der Opfer zu wecken.

Woran erkennt man solche Betrugsanzeigen?

Es gibt typische Anzeichen, die solche Fake-News und Betrugsplattformen verraten. Hier einige Tipps, wie Sie sich schützen können:

  • Zu schön, um wahr zu sein: Verspricht eine Anzeige extrem hohe Gewinne ohne jegliches Risiko? Dann ist es fast sicher ein Betrug.
  • Ungewöhnliche Webadressen: Diese Websites haben oft komplizierte oder verdächtige URL-Endungen, die nicht zu bekannten Nachrichtenseiten passen.
  • Auffällige Rechtschreibfehler und unklare Formulierungen: Viele dieser Betrugsseiten sind schlecht übersetzt und enthalten auffällige Fehler.
  • Dringlichkeit und „letzte Chance“-Angebote: Wenn Sie unter Druck gesetzt werden, sofort zu handeln, ist das ein Zeichen, dass etwas nicht stimmt.

Fazit: Fallen Sie nicht auf diese Maschen herein!

Diese Anzeigen und Websites sind Teil eines skrupellosen Betrugsnetzwerks, das die Leichtgläubigkeit und Neugierde von Social-Media-Nutzern ausnutzt. Mit gefälschten „Breaking News“-Meldungen und manipulierten Bildern bekannter Politiker wird versucht, das Vertrauen der Menschen zu missbrauchen und sie in die Falle zu locken. Alexander Van der Bellen hat keine Plattform zur finanziellen Unterstützung ins Leben gerufen und Österreich ist nicht heimlich der NATO beigetreten – alles nur erfundene Geschichten, um Menschen um ihr Geld und ihre Daten zu bringen.

Abonnieren Sie unseren Newsletter, um auf dem Laufenden zu bleiben. Erkunden Sie auch unser umfangreiches Medienbildungsangebot.

MIMIKAMA · FAKTENCHECK

Faktencheck als Bild teilen

Den Faktencheck per Artikellink teilen oder das 4:5-Faktenbild als PNG herunterladen.

Social-Faktenbild · 4:5 · 1080 × 1350 px

Bild wird vorbereitet …

Bitte prüfe beim Teilen, ob der gekürzte Text die Aussage korrekt wiedergibt. Die vollständige Recherche ist im Artikel verlinkt.


Hinweis: Stand zum Veröffentlichungsdatum.
Verwendete Bilder, Screenshots und Medien dienen ausschließlich der sachlichen Auseinandersetzung im Sinne des Zitatrechts (§ 51 UrhG).
Teile dieses Beitrags können KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft worden sein.
(Mehr zur Arbeitsweise) Welche Quellen wir verwenden und was für uns kein Beleg ist, steht auf unserer Quellenseite.