Die Behauptung
Nach dem Anschlag in Magdeburg soll Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) zur Vergebung aufgerufen und eine provokante Aussage gemacht haben: „Es ist an der Zeit, dem Täter zu verzeihen“.
Falsch
Das angebliche Zitat von Winfried Kretschmann ist eine Fälschung. Tatsächlich sprach er sein Mitgefühl für die Opfer aus und betonte die Wichtigkeit von Gemeinschaft und Besinnung in der Adventszeit. Manipulierte Zitate wie dieses verdeutlichen die Gefahr von Fake News im politischen Diskurs.
Kurze Faktenübersicht:
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- Winfried Kretschmann hat sich offiziell zu dem Anschlag geäußert und den Opfern sowie ihren Angehörigen sein Beileid ausgesprochen.
- Das kursierende Zitat, das Kretschmann eine Aufforderung zur Vergebung zuschreibt, ist nachweislich falsch.
- Solche Falschinformationen dienen dazu, politische Stimmung zu erzeugen und Missverständnisse zu fördern.
- Mehrere Quellen, darunter „Die Insider“, haben die Fälschung offengelegt.
Was wird behauptet?
In sozialen Medien und auf manipulativen Grafiken wird verbreitet, dass Winfried Kretschmann nach dem tragischen Anschlag in Magdeburg eine kontroverse Aussage getätigt habe. Demnach soll er gesagt haben: „Es ist an der Zeit, dem Täter zu verzeihen.“ Darüber hinaus wird ihm zugeschrieben, den Fokus auf den Wahlkampf zu legen, indem er angeblich erklärte: „Es ist keine Zeit zum Heulen – wir haben Bundestagswahl.“
Was sind die Fakten?
Die tatsächliche Stellungnahme von Winfried Kretschmann wurde von mehreren vertrauenswürdigen Quellen dokumentiert:
- Offizielle Mitteilung: Kretschmann äußerte sich mit Mitgefühl und Besonnenheit: „Das schreckliche Ereignis in Magdeburg erschüttert uns zutiefst – gerade in der Adventszeit, die eigentlich von Frieden, Besinnung und Gemeinschaft geprägt sein sollte. Meine Gedanken sind bei den Opfern, ihren Angehörigen und allen, die von diesem Anschlag betroffen sind.“
- Solidarität mit Sachsen-Anhalt: Baden-Württemberg stehe „in dieser schweren Zeit fest an der Seite der Menschen in Sachsen-Anhalt“, betonte er.
- Dank an Einsatzkräfte: Kretschmann würdigte die Arbeit der Einsatzkräfte vor Ort und sprach ihnen seinen Dank aus.
Keine der Aussagen enthält auch nur ansatzweise die kontroversen Behauptungen, die ihm unterstellt werden.
Wie wurde geprüft?
Die Faktenprüfung basierte auf mehreren Schritten:
- Vergleich mit offiziellen Quellen: Kretschmanns Äußerungen wurden mit Berichten der Nachrichtenagentur dpa und offiziellen Mitteilungen aus Baden-Württemberg abgeglichen.
- Analyse der Bildmanipulation: Das verbreitete Bild wurde auf Unstimmigkeiten untersucht, die auf eine gezielte Verfälschung hinweisen.
- Einschätzung unabhängiger Plattformen: Gruppen wie „Die Insider“ haben das Zitat als Lüge entlarvt und entsprechende Hinweise gesammelt: https://www.facebook.com/dieinsider/posts/1002633601882968
Warum ist das wichtig?
Manipulierte Zitate wie dieses schädigen nicht nur die betroffene Person, sondern vergiften auch den öffentlichen Diskurs. Sie werden oft genutzt, um politische Gegner zu diffamieren und das Vertrauen in politische Akteure zu untergraben. Dies ist besonders gefährlich in Zeiten zunehmender Polarisierung.
Fazit zum Thema:
Winfried Kretschmann hat sich eindeutig mit Besonnenheit und Mitgefühl geäußert. Die ihm unterstellten Aussagen sind nachweislich falsch. Es ist entscheidend, solche Falschinformationen zu entlarven und auf die Gefahren von Fake News aufmerksam zu machen.
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