Neue SMS-Phishing-Methode macht iMessage-Nutzer anfällig für Online-Betrug
Durch sogenannte SMS-Phishing-Nachrichten (Smishing) wie vermeintliche Paketbenachrichtigungen versuchen sie, ihre Opfer zu einer Antwort zu bewegen und damit gefährliche Phishing-Links zu aktivieren. Wer darauf hereinfällt, riskiert die Preisgabe sensibler Daten wie Passwörter, Kreditkarteninformationen oder Adressen und wird so zur Zielscheibe für weitere Betrugsversuche.
So gehen die Angreifer vor
Apples iMessage-App deaktiviert standardmäßig Links aus unbekannten Quellen, um Nutzer vor verdächtigen Absendern zu schützen. Diese Schutzfunktion wird jedoch umgangen, sobald der Empfänger auf eine Nachricht antwortet oder den Absender zu seinen Kontakten hinzufügt – die Links werden dann aktiviert.
„Das DHL-Paket ist im Lager angekommen und kann aufgrund unvollständiger Adressangaben nicht zugestellt werden. Bitte bestätigen Sie Ihre Adresse im Link innerhalb von 12 Stunden.
https://XXXXX(Bitte antworten Sie mit „Y“, beenden Sie dann die SMS, öffnen Sie den SMS-Aktivierungslink erneut oder kopieren Sie den Link und öffnen Sie ihn in Safari
Inhalt im Wortlaut
Das DHL-Team wünscht Ihnen einen schönen Tag“
Diesen Mechanismus nutzen Cyberkriminelle gezielt aus. In letzter Zeit häufen sich Phishing-Angriffe, bei denen Nutzer aufgefordert werden, auf Nachrichten mit einem „Y“ für „Yes“ zu antworten oder einen Link in Safari zu öffnen.
Die perfide Strategie: Solche Aufforderungen sind nicht unüblich, da auch seriöse Unternehmen ähnlich vorgehen, etwa bei der Bestellung von Zusatzleistungen.
Beliebte Masche: Paket-Benachrichtigungen
In Deutschland sind gefälschte Paket-Benachrichtigungen besonders verbreitet. Nutzer erhalten SMS mit Hinweisen auf angeblich im Zoll festsitzende Pakete oder fehlende Adressangaben. Die Kriminellen erzeugen zusätzlichen Druck, indem sie auf eine dringende Rückmeldung innerhalb kurzer Frist bestehen.
Wer auf solche Nachrichten reagiert, wird häufig auf eine Phishing-Seite weitergeleitet, auf der persönliche Daten abgefragt werden. Zusätzlich signalisiert eine Antwort den Kriminellen, dass der Nutzer generell empfänglich für Phishing-Nachrichten ist, was weitere Betrugsversuche nach sich ziehen kann.
So bleiben Nutzer sicher
Experten raten zu folgenden Vorsichtsmaßnahmen:
- Keine Antworten auf unbekannte Kontakte: Antworten deaktivieren den integrierten Schutz von iMessage und machen Nutzer anfällig für Phishing.
- Keine Links in SMS anklicken: Seriöse Unternehmen drängen nicht per SMS darauf, Links zu öffnen.
- Nachrichten genau prüfen: Insbesondere bei dringenden Aufforderungen sollte die Legitimität des Absenders sorgfältig überprüft werden.
- Persönliche Daten schützen: Seriöse Unternehmen fordern keine sensiblen Daten wie Passwörter oder Kreditkarteninformationen per SMS an.
- Offizielle Websites direkt aufrufen: Statt einem SMS-Link zu folgen, sollte die Website des Unternehmens direkt im Browser eingegeben werden.
Zusätzlich ist es empfehlenswert, Online-Konten mit einer Zweifaktor-Authentifizierung abzusichern. So bleiben sensible Daten geschützt, selbst wenn Zugangsdaten in die Hände von Kriminellen geraten.
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