Die Behauptung
Ein gigantischer Schriftzug auf einem Strand in Wales fordert dazu auf, keine Teslas mehr zu kaufen. Viele glauben, das Bild sei KI-generiert – doch es handelt sich um eine echte Protestaktion gegen Elon Musk.
Wahr
Wahr! Das Bild ist echt und zeigt eine Protestaktion der britischen Gruppe „Led By Donkeys“. Mit einem Tesla Model 3 und einem riesigen Rechen wurde die Botschaft in den Sand von Black Rock Sands (Wales) gezeichnet.
Kurze Faktenübersicht:
- Protestaktion: Die Botschaft wurde mit einem Tesla und einem daran befestigten Rechen auf den Sandstrand gezeichnet.
- Hintergrund: Der Protest richtet sich gegen Elon Musks politische Haltung und seine Verbindungen zur extremen Rechten.
- Reaktion: Musk machte sich über die Vorwürfe lustig und scherzte darüber in einem Podcast mit Joe Rogan.
KI-Bild oder echte Protestaktion?
Viele Nutzer im Netz zweifeln an der Echtheit des Bildes und vermuten, es sei mit künstlicher Intelligenz generiert worden. Doch die Faktenlage ist eindeutig: Es handelt sich um ein reales Foto einer realen Aktion. Die Gruppe „Led By Donkeys“ ist bekannt für aufsehenerregende Proteste, oft mit großflächigen Botschaften an prominenten Orten.
„Don’t buy a Tesla“: Wie entstand der riesige Protest?
Am 14. März 2025 wurde auf dem Black Rock Sands in Wales eine gigantische Botschaft in den Sand geritzt: „Don’t buy a Tesla“. Daneben prangt die Silhouette von Elon Musk mit einer fragwürdigen Geste – eine Anspielung auf einen umstrittenen Gruß, den Musk bei einer Veranstaltung in Washington, D.C., zeigte. Die britische Aktivistengruppe „Led By Donkeys“ inszenierte diese Protestaktion mit einer kreativen Technik: Ein Tesla Model 3 zog einen riesigen Rechen über den Sand und hinterließ die markanten Spuren.
Dieses Video belegt die Echtheit der Protestaktion
Ein von „Led By Donkeys“ veröffentlichtes Video zeigt genau, wie die riesige Botschaft entstanden ist.
Das Video dokumentiert, wie ein Tesla Model 3 mit einem großen Rechen über den Sand fährt und dabei den Schriftzug „Don’t buy a Tesla“ sowie die Silhouette von Elon Musk formt. Dies widerlegt die Behauptung, das Bild sei KI-generiert, und bestätigt die Echtheit der Protestaktion.
Der Grund für den Tesla-Boykott
Die Protestaktion richtet sich nicht direkt gegen das Unternehmen Tesla, sondern gegen seinen CEO, Elon Musk. Der Milliardär steht seit einiger Zeit in der Kritik, weil er sich politisch immer weiter in Richtung der extremen Rechten bewegt. Die Aktivistin Prama, die selbst einen Tesla besitzt, erklärte, sie habe sich dazu entschlossen, ihr Fahrzeug zu verkaufen. „Früher hielten wir Musk für einen realen Tony Stark, aber dann kamen immer mehr fragwürdige Dinge ans Licht“, sagte sie. „Als er begann, extrem rechte Ansichten zu vertreten, wurde mir klar: Ich will dieses Auto nicht mehr fahren.“ Besonders ausschlaggebend für ihre Entscheidung war laut ihr der umstrittene Gruß Musks bei einer Wahlkampfveranstaltung von Donald Trump, der in Europa für Empörung sorgte.
Led By Donkeys ist eine britische politische Aktivistengruppe, die im Dezember 2018 gegründet wurde. Ursprünglich als Anti-Brexit-Initiative gestartet, hat sie im Laufe der Zeit auch andere Aktionen der konservativen Regierung kritisiert. Nach der Wahl einer Labour-Regierung im Jahr 2024 definierte sie sich als „Accountability Project“ und erklärte, dass auch die Labour-Regierung Gegenstand ihrer Kritik sein könne.
Die Gruppe wurde von Ben Stewart, James Sadri, Oliver Knowles und Will Rose gegründet. Die vier Freunde, die sich durch ihre Arbeit bei Greenpeace kennengelernt hatten, waren frustriert über das politische Chaos rund um den Brexit und beschlossen, durch kreative Aktionen auf die Widersprüche und Versäumnisse von Politikern aufmerksam zu machen.
Der Name „Led By Donkeys“ stammt aus dem Ausdruck „Lions led by donkeys“ (Löwen, die von Eseln geführt werden), der verwendet wurde, um die britischen Soldaten im Ersten Weltkrieg zu beschreiben, die mutig kämpften, aber von inkompetenten Befehlshabern geführt wurden.
Die Gruppe ist bekannt für ihre kreativen Protestformen, darunter:
Plakataktionen: Sie plakatierten frühere Aussagen von Politikern auf großen Werbetafeln, um deren Widersprüche oder Fehltritte hervorzuheben.
Lichtprojektionen: Sie projizierten Botschaften auf bekannte Gebäude wie das britische Parlament oder die Weißen Klippen von Dover.
Öffentliche Stunts: Beispielsweise haben sie riesige Botschaften in Strände oder Felder gezeichnet oder große Flaggen bei pro-europäischen Märschen entfaltet.
Diese Aktionen wurden millionenfach in den sozialen Medien geteilt und haben der Gruppe mehrere Auszeichnungen eingebracht.
Elon Musk als Berater der Trump-Regierung
Eine neue Entwicklung gibt der Protestaktion eine noch größere politische Dimension: Nach der Wiederwahl von Donald Trump wurde Elon Musk zum Senior Advisor des US-Präsidenten ernannt. Diese Entscheidung verstärkte die Kritik an Musk und führte dazu, dass viele ehemalige Fans sich von ihm distanzierten.
Was steckt hinter Musks umstrittenem Gruß?
Besonders brisant ist die Silhouette in der Sandzeichnung: Sie zeigt Musk in einer Haltung, die an einen umstrittenen Gruß erinnert, den er bei einer Veranstaltung in Washington, D.C., gemacht hatte. Seine Reaktion auf die Vorwürfe? Ein sarkastischer Witz in Joe Rogans Podcast. Anstatt sich ernsthaft mit der Kritik auseinanderzusetzen, lachte er über die Vorwürfe und stellte sie als lächerlich dar.
Anti-Musk-Sticker und Angriffe auf Tesla-Produkte
Die Unzufriedenheit mit Elon Musk geht mittlerweile über Proteste hinaus. Immer mehr Tesla-Besitzer haben begonnen, Anti-Musk-Sticker auf ihre Fahrzeuge zu kleben, um sich von seinem politischen Kurs zu distanzieren. Zudem gab es kürzlich einen Angriff auf einen Tesla-Roboter in London: Zwei Umweltaktivisten der Gruppe Just Stop Oil übergossen das Gerät mit orangefarbener Farbe, um gegen Musk und seine Politik zu protestieren.
Fazit: Ein echter Protest mit starker Botschaft
Das Bild ist echt – und die Botschaft ist klar: Viele Tesla-Fahrer distanzieren sich inzwischen von Elon Musk und seiner politischen Ausrichtung. Die Aktion zeigt, wie stark sich Musks öffentliche Wahrnehmung gewandelt hat. Während Tesla einst für Innovation und Fortschritt stand, rückt das Unternehmen durch seinen CEO immer mehr in ein umstrittenes Licht. Ob die Protestaktion Einfluss auf Teslas Verkaufszahlen hat, bleibt abzuwarten – doch eines ist sicher: Die Debatte über Elon Musk ist längst nicht beendet.
Quelle: Led By Donkeys
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