Die Behauptung
Internetnutzer warnen vor einer neuen Betrugsmasche, bei der gefälschte Captchas verwendet werden, um Schadsoftware auf den Rechnern der Nutzer zu installieren. Angeblich stamme diese Warnung vom BSI.
Aufgestellt von: Social Media
Wahr
Wahr. Das BSI hat tatsächlich vor einer neuen Betrugsmasche gewarnt, bei der gefälschte Captchas verwendet werden, um Schadsoftware zu verbreiten. Allerdings erfordert der Angriff die aktive Mitwirkung des Nutzers, insbesondere das Ausführen bestimmter Tastenkombinationen. Wer also aufmerksam ist und keine unbekannten Anweisungen befolgt, kann sich effektiv schützen.
Kurze Faktenübersicht
- Gefälschte Captchas: Cyberkriminelle setzen manipulierte „Ich bin kein Roboter“-Captchas ein, um Schadsoftware zu verbreiten.
- Tastenkombinationen: Nach dem Anklicken des Captchas wird der Nutzer aufgefordert, bestimmte Tastenkombinationen auszuführen, die zur Installation der Schadsoftware führen.
- Schadsoftware: Die installierte Malware kann persönliche Daten stehlen, Systeminformationen auslesen und weiteren Schaden anrichten.
- Schutzmaßnahmen: Nutzer sollten misstrauisch sein, wenn nach einem Captcha weitere Eingaben verlangt werden, und keine unbekannten Tastenkombinationen ausführen.
BSI warnt vor neuer Betrugsmasche!
Zurzeit erhalten wir auffallend viele Hinweise von Leser:innen zu einem weit verbreiteten Sharepic mit einer dramatischen BSI-Warnung. Der Inhalt sorgt für große Verunsicherung – und verdient deshalb einen genaueren Blick.
Uns wird derzeit ein Sharepic gemeldet, das auf eine vermeintlich neue Masche mit manipulierten Captchas hinweist. Es zeigt eine bekannte „Ich bin kein Roboter“-Abfrage, die angeblich bei Klick Schadcode in die Zwischenablage legt und später zur Ausführung per Tastenkombination auffordert. Die Warnung wird dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zugeschrieben.
Was ist auf dem Bild zu sehen?
Das Sharepic beginnt mit einer auffälligen Warnung: „Achtung: BSI warnt vor neuer Masche!“ In mehreren farblich hervorgehobenen Absätzen wird erklärt, dass durch ein manipuliertes Captcha Schadcode in den Speicher des Rechners kopiert wird. Anschließend erscheint ein zweites Banner mit der Aufforderung, eine Tastenkombination einzugeben (z. B. Windows + R, dann Strg + V und Enter), was zur unbewussten Ausführung des schädlichen Codes führt. Die Folge: Die Installation von Malware, die Passwörter und Onlinebanking-Daten stehlen kann.
Stimmt das?
Ja – die Warnung ist echt!
Allerdings handelt es sich dabei nicht um eine ganz neue Masche. Die beschriebene Angriffsmethode wurde bereits im März 2025 vom BSI öffentlich gemacht. Aktuell kursiert die Grafik erneut stark auf Social Media, was zeigt, dass das Thema nach wie vor viele Menschen verunsichert.
Wichtig zu wissen:
- Die Methode ist real und technisch möglich.
- Der Angriff erfordert aktive Mitwirkung: Erst durch manuelles Eingeben der Tastenkombination wird der Schadcode ausgeführt.
- Wer aufmerksam ist und keine fremden Anweisungen befolgt, ist nicht betroffen.
- Das BSI hat in seiner Originalmeldung ausdrücklich gewarnt, niemals Tastenkombinationen einzugeben, wenn man sich nicht sicher über die Quelle ist.
⚠️ So läuft der Betrug ab:
- Du klickst auf ein harmlos wirkendes Captcha mit „Ich bin kein Roboter“.
- Dabei wird unbemerkt ein gefährlicher Befehl in deinen Zwischenspeicher geladen.
- Kurz darauf erscheint ein Hinweis, der dich auffordert, bestimmte Tasten zu drücken.
- Damit aktivierst du ungewollt Schadsoftware – deine Daten sind in Gefahr!
Was jetzt wichtig ist:
➡️ Browser sofort schließen, wenn dir etwas verdächtig vorkommt.
➡️ Passwörter nur von einem sauberen Gerät aus ändern.
➡️ Im Ernstfall hilft nur: Rechner neu aufsetzen und alle Zugangsdaten austauschen.
Gefälschte Captchas als Einfallstor für Schadsoftware
Kriminelle machen sich das gewohnte Vertrauen in Captchas zunutze. Sie platzieren täuschend echte Abfragen auf manipulierten Seiten, die nach dem Klick auf das Häkchen verdächtige Anweisungen anzeigen. Ziel ist es, Nutzer zur Eingabe von Tastenkombinationen zu verleiten, durch die Schadsoftware installiert wird.
Laut dem BSI wird beim Anklicken des gefälschten Captchas ein schädlicher Befehl in die Zwischenablage des Computers kopiert. Anschließend erscheint ein weiteres Fenster, das den Nutzer auffordert, eine Tastenkombination (z. B. Windows + R, dann Strg + V und Enter) einzugeben. Durch diese Eingabe wird der zuvor kopierte Befehl ausgeführt, der Schadsoftware aus dem Internet herunterlädt und installiert.
Hintergründe und Zusammenhänge
Diese Art von Angriff wurde erstmals Ende 2024 vom Schweizerischen Bundesamt für Cybersicherheit (BACS) dokumentiert und hat sich seitdem weiter verbreitet. Die Methode nutzt das Vertrauen der Nutzer in Sicherheitsmechanismen wie Captchas aus und kombiniert dies mit Social-Engineering-Techniken, um die Nutzer zur Ausführung schädlicher Befehle zu verleiten.
Das BSI hat in seinen IT-Sicherheitsmitteilungen auf diese Bedrohung hingewiesen und empfiehlt Nutzern, besonders vorsichtig zu sein, wenn nach dem Lösen eines Captchas weitere Eingaben oder Tastenkombinationen verlangt werden.
Kritische Analyse & Enthüllung
Die Angreifer setzen auf eine Kombination aus technischer Manipulation und psychologischer Täuschung. Durch das Einfügen eines schädlichen Befehls in die Zwischenablage und die anschließende Aufforderung zur Ausführung dieses Befehls durch den Nutzer umgehen sie viele Sicherheitsmechanismen. Die Methode erfordert jedoch die aktive Mitwirkung des Nutzers, was bedeutet, dass aufmerksam agierende Nutzer sich effektiv schützen können.
Es ist wichtig zu betonen, dass der Angriff nicht automatisch erfolgt, sondern die Ausführung des schädlichen Befehls durch den Nutzer selbst erfordert. Dies unterstreicht die Bedeutung von Nutzeraufklärung und -sensibilisierung im Bereich der IT-Sicherheit.
Beweise und Expertenmeinungen
Das BSI hat in seinen offiziellen Mitteilungen vor dieser Betrugsmasche gewarnt und empfiehlt Nutzern, besonders vorsichtig zu sein, wenn nach dem Lösen eines Captchas weitere Eingaben oder Tastenkombinationen verlangt werden.
Auch das Schweizerische Bundesamt für Cybersicherheit (BACS) hat auf diese Bedrohung hingewiesen und empfiehlt betroffenen Nutzern, ihr Betriebssystem neu zu installieren und alle Passwörter zu ändern.
Chronologischer Ablauf der Betrugsmasche
| Schritt | Beschreibung |
| 1. | Besuch einer manipulierten Webseite mit gefälschtem Captcha. |
| 2. | Anklicken des Captchas kopiert schädlichen Befehl in die Zwischenablage. |
| 3. | Ein weiteres Fenster fordert zur Eingabe einer Tastenkombination auf. |
| 4. | Ausführen der Tastenkombination führt zur Installation von Schadsoftware. |
FAQ-Box
Was ist ein gefälschtes Captcha?
Ein gefälschtes Captcha ist eine manipulierte Version der üblichen „Ich bin kein Roboter“-Abfrage, die von Cyberkriminellen verwendet wird, um Schadsoftware zu verbreiten.
Wie erkenne ich ein gefälschtes Captcha?
Wenn nach dem Lösen eines Captchas weitere Eingaben oder Tastenkombinationen verlangt werden, handelt es sich wahrscheinlich um ein gefälschtes Captcha.
Was soll ich tun, wenn ich auf ein gefälschtes Captcha hereingefallen bin?
Trennen Sie Ihren Computer sofort vom Internet, führen Sie einen vollständigen Scan mit einer aktuellen Antivirensoftware durch und ändern Sie alle Passwörter. Im Zweifelsfall sollten Sie das Betriebssystem neu installieren.
Wie kann ich mich vor solchen Angriffen schützen?
- Laden Sie Programme nur aus sicheren, offiziellen Quellen herunter.
- Ignorieren Sie Pop-ups, die Updates für Browser oder Programme anbieten.
- Seien Sie besonders misstrauisch bei ungewöhnlichen Captcha-Abfragen.
- Schließen Sie verdächtige Pop-up-Fenster oder Captchas sofort.
- Folgen Sie nur den Update-Hinweisen der offiziellen Softwarehersteller.
- Bei Verdacht auf eine Infektion: Hilfe bei IT-Fachleuten suchen.
- Viele Schadprogramme verändern das System tiefgreifend – im Zweifel besser das System komplett neu aufsetzen.
- Nach der Neuinstallation: Unbedingt alle Passwörter ändern (E-Mail, Bank, Social Media etc.).
Fazit zum Thema
Die Betrugsmasche mit gefälschten Captchas zeigt, wie wichtig es ist, auch bei vermeintlich vertrauten Sicherheitsmechanismen wachsam zu bleiben. Obwohl der Angriff die aktive Mitwirkung des Nutzers erfordert, kann er dennoch erheblichen Schaden anrichten. Durch Aufmerksamkeit und die Befolgung der empfohlenen Schutzmaßnahmen können Nutzer sich jedoch effektiv vor dieser Bedrohung schützen.
Quelle: ncsc.admin.ch
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