Ein 63-Jähriger aus Krefeld hat durch einen falschen Bankbrief einen fünfstelligen Betrag verloren. Der Brief kam am 15. September 2026 mit der normalen Post. Darin war ein QR-Code. Danach folgten ein Anruf und mehrere SMS. Daraus lässt sich eine einfache Regel ableiten: Einen QR-Code aus einem Brief nie scannen, wenn es um das eigene Bankkonto geht. Auch dann nicht, wenn der Brief echt aussieht.
- Ein falscher Bankbrief verlangte, einen QR-Code zu scannen. Sonst verliere man den Zugang zum Konto.
- Danach rief eine falsche Bankmitarbeiterin an. Der Mann sollte Geld überweisen. Sie werde das gleich wieder rückgängig machen, sagte sie.
- Betrug per Brief ist laut Polizei selten, kommt aber vor.
Was in Krefeld passiert ist
Die Polizei Krefeld hat den Fall am 16. September 2026 gemeldet. Der Brief sah aus, als käme er von der Bank des Mannes. Um welche Bank es ging, sagt die Polizei nicht. Später am selben Tag wurde der Mann misstrauisch und ging zur Polizei. Die Kriminalpolizei ermittelt.
Daran erkennt man die Masche
Der Brief macht Druck. Wer den Code nicht scannt, soll den Zugang zu seinem Konto verlieren. So eine Drohung ist ein typisches Warnzeichen, egal ob sie per E-Mail, SMS oder Brief kommt. Ein Brief kann dabei besonders echt wirken, weil er im selben Briefkasten liegt wie echte Rechnungen und Kontoauszüge.
Auch der QR-Code ist ein Trick. Er ist nichts anderes als ein Link. Man sieht auf dem Papier aber nicht, wohin er führt. Fachleute nennen Betrug mit QR-Codes „Quishing“.
Das deutlichste Warnzeichen kommt am Telefon. Wer Geld überweisen soll, damit es danach zurückgebucht wird, spricht mit Betrügern. So arbeitet keine Bank. SMS, die angeblich bestätigen, dass alles rückgängig gemacht wurde, beweisen nichts.
So bleibt man auf der sicheren Seite
Man muss nicht erkennen können, ob ein Brief echt ist. Es kommt nur darauf an, wie man die Bank erreicht: immer auf einem Weg, den man selbst kennt, und nie über Nummern, Links oder Codes aus dem Brief.
Wenn es schon passiert ist
Wer seine Bankdaten schon eingegeben oder Geld überwiesen hat, muss schnell handeln. Sofort die Bank anrufen und das Online-Banking sperren lassen. Die Nummer steht auf der Bankkarte. In Deutschland hilft auch der Sperr-Notruf 116 116. Je früher die Bank Bescheid weiß, desto eher kann sie vielleicht noch etwas tun. Danach bei der Polizei Anzeige erstatten und Brief und SMS aufheben.
Welche Stellen in Österreich, Deutschland und der Schweiz helfen, zeigt der Mimikama-Notfall-Check. Die Polizei Krefeld hat außerdem Tipps zu Betrugsmaschen gesammelt.
- Habe ich diesen Brief erwartet?Wenn nicht: zuerst bei der Bank nachfragen.
- Würde ich diesem Link in einer E-Mail trauen?Ein QR-Code ist auch nur ein Link.
- Kann ich jemanden fragen, bevor ich etwas tue?Der Druck im Brief soll verhindern, dass man in Ruhe nachfragt.
Quellen
- Polizeipräsidium Krefeld: Betrugsmasche kam per Briefpost: Gefälschtes Bankschreiben forderte zur „Verifizierung“ des Kontos auf, 16. September 2026
- Polizeipräsidium Krefeld: Tipps zu verschiedenen Betrugsmaschen
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