92-Jähriger betrogen: Treffen schließt Love-Scam nicht aus

Eine Frau besuchte einen 92-Jährigen dreimal persönlich und bat ihn wiederholt um Geld. Der Fall zeigt, warum reale Treffen nicht vor Love-Scam schützen.

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KURZMELDUNG · ÖSTERREICH, BEZIRK KLAGENFURT.

Auf einem nicht genannten Nachrichtendienst meldete sich im Mai 2026 eine Frau bei einem 92-Jährigen im Bezirk Klagenfurt. Sie baute laut Polizei eine vermeintliche Liebesbeziehung auf, kam dreimal zu ihm nach Hause und bat immer wieder um Geld. Bis September überwies der Mann einen fünfstelligen Betrag; die Ermittlungen laufen.

Die Frau verlangte laut Polizei Geld für Essen, Unterkunft und ihre Anreise. Der Mann überwies den Betrag in mehreren Tranchen auf ein rumänisches Konto. Sein Sohn erstattete schließlich Anzeige.

Die persönlichen Besuche machen diesen Fall besonders. Ein Treffen beweist, dass die Person existiert – nicht aber, dass ihre Gefühle und Geldforderungen ehrlich sind. Gerade der direkte Kontakt kann Vertrauen verstärken und spätere Überweisungen wahrscheinlicher machen.

Ob die Frau die gesamte Kommunikation selbst führte oder Teil einer größeren Struktur war, ist offen. Auch wem das rumänische Empfängerkonto gehört, müssen die Ermittlungen klären.

Love-Scam hängt nicht zwingend an einem erfundenen Profil oder an großer räumlicher Distanz. Das wiederkehrende Muster ist entscheidend: Jemand baut Nähe auf, schafft Vertrauen und verbindet die Beziehung danach mit immer neuen Geldforderungen.

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