SMS-Blaster in Wien: Polizei spricht von Millionen Phishing-SMS

Geräte in einem fahrenden Auto sollen Handys mit einer falschen Mobilfunkstation verbunden haben. So konnten im Großraum Wien mutmaßlich Millionen betrügerische SMS verschickt werden.

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Auf dem Handy erscheint eine SMS im Namen eines Paketdienstes oder Mobilfunkanbieters. Sie kann täuschend echt wirken, obwohl sie von einer falschen Mobilfunkstation in der Nähe kommt. Die Landespolizeidirektion Wien veröffentlichte dazu am 28. September 2026 neue Details: Im Großraum Wien sollen mehrere Millionen solcher Nachrichten verschickt worden sein.

Sogenannte SMS-Blaster bringen Mobiltelefone in ihrer Umgebung dazu, sich mit einer falschen Mobilfunk-Basisstation zu verbinden. Danach können die Geräte Nachrichten direkt an zahlreiche Handys in Reichweite schicken. Laut Polizei wurden die SMS-Blaster über längere Zeit in einem Fahrzeug durch Wien bewegt.

Cybercrime-Ermittler des Landeskriminalamts Wien beobachteten den Einsatz zwischen April und 14. Mai 2026. Am 14. Mai lokalisierte die Polizei einen Tatverdächtigen in einem Pkw. Das Einsatzkommando Cobra nahm den 32-jährigen chinesischen Staatsbürger fest und stellte im Auto mehrere SMS-Blaster sicher.

Bei einer Hausdurchsuchung fanden die Ermittler ein weiteres Gerät, zwei Notebooks, zehn Mobiltelefone, zwei Tablets und weiteres technisches Equipment. Der Beschuldigte zeigte sich laut Polizei geständig. Wie viele Menschen Daten preisgaben oder Geld verloren, ist offen – die Ermittlungen laufen weiter.

Solche SMS führen typischerweise auf gefälschte Webseiten, die Zugangsdaten, Zahlungsinformationen oder persönliche Daten abfragen. Die Methode zeigt ein wiederkehrendes Problem: Ein vertrauter Absendername und ein scheinbar lokaler Versandweg beweisen nicht, dass eine Nachricht wirklich vom genannten Unternehmen stammt.

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