Gefälschte Videos lassen Bettina Tietjen für Alzheimer-Mittel werben

Bettina Tietjen warnt vor Videos, die sie scheinbar für ein Mittel gegen Alzheimer werben lassen. Die Aufnahmen sind gefälscht – ob dafür generative KI verwendet wurde, ist technisch nicht bestätigt.

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KURZMELDUNG · DEUTSCHLAND

In Videos scheint NDR-Moderatorin Bettina Tietjen ein Mittel gegen Alzheimer zu empfehlen. Am 29. September 2026 warnte sie auf Facebook vor den aktuell kursierenden Aufnahmen. Die Werbung sei gefälscht, dahinter steckten Betrüger.

Bettina Tietjen hat mit dem beworbenen Produkt laut übereinstimmenden Medienberichten nichts zu tun. Damit steht fest, dass die Videos eine Empfehlung vortäuschen, die es nicht gegeben hat.

Mehrere Medien bezeichnen die Aufnahmen als mutmaßliche Deepfakes oder KI-manipulierte Videos. Das unabhängige Projekt NOPE, das Vorfälle rund um künstliche Intelligenz dokumentiert, stuft den KI-Einsatz jedoch nur als vermutet ein. Eine technische Untersuchung, die generative KI als Werkzeug belegt, liegt nicht vor.

Welches Produkt und welcher Anbieter hinter den Videos stehen, auf welchen Plattformen sie verbreitet werden und ob bereits Menschen dadurch Geld verloren haben, ist derzeit unklar.

Tietjens Bild wurde bereits 2024 für gefälschte Facebook-Beiträge missbraucht. Damals entstand der falsche Eindruck, die Moderatorin sei festgenommen worden. Die Werbung für ein Alzheimer-Mittel ist eine neue Variante dieses Missbrauchs.

Gesundheitsbetrug verbindet häufig ein emotionales Thema mit einem vertrauten Gesicht. Gerade bei Krankheiten wie Alzheimer kann eine scheinbar persönliche Empfehlung Hoffnung und Vertrauen erzeugen. Ein bekannter Mensch in einem Video ist deshalb kein Beweis mehr dafür, dass diese Person das Produkt tatsächlich empfiehlt.

Quellen

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