Facebook Marketplace: Eine Fake-Anzeige mit deinem Namen als Köder

Malwarebytes beschreibt eine Kaufanfrage mit einer gefälschten Marketplace-Anzeige im Namen des Empfängers. Der Screenshot allein belegt keinen Kontohack.

Die Behauptung

Gefälschte Facebook-Marketplace-Anzeigen mit dem Namen des Empfängers werden per Nachricht als Gesprächsköder verschickt.

Aufgestellt von: Malwarebytes

Wahr

Richtig. Es gibt bereits dokumentierte Nachricht. Der Screenshot allein belegt keinen Zugriff auf das Facebook-Konto. Die Herkunft der verwendeten Daten und ein KI-Einsatz sind in diesem Fall nicht nachgewiesen.

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Eine Verkaufsanzeige mit deinem Namen kann als Bild verschickt werden, ohne dass dafür jemand Zugriff auf dein Facebook-Konto braucht. Aus einem solchen Screenshot lässt sich deshalb kein Kontohack ableiten. Die Sorge, jemand könnte unter deinem Namen Waren anbieten, kann trotzdem eine schnelle Antwort auslösen: „Das bin ich doch gar nicht.“

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Was Malwarebytes tatsächlich dokumentiert

Das Sicherheitsunternehmen Malwarebytes veröffentlichte am 6. Oktober 2026 einen solchen Fall. Eine Person erhielt über Apples Nachrichtendienst iMessage eine Kaufanfrage samt Bild einer angeblichen Facebook-Marketplace-Anzeige für Baseballschläger. Laut Bericht stand dort ihr eigener Name als Verkäufer. Das Profilfoto gehörte nach der Recherche des Autors allerdings einem anderen Facebook-Nutzer mit demselben Namen.

Von Malwarebytes veröffentlichtes Bild einer angeblichen Marketplace-Anzeige für Baseballschläger.
Die laut Malwarebytes gefälschte Anzeige wurde als Bild mitgeschickt. Der Verkäufername ist in der veröffentlichten Vorlage unkenntlich gemacht. Quelle: Malwarebytes.

Malwarebytes ordnet die Nachricht als Gesprächsköder ein: Der persönliche Bezug soll zum Antworten verleiten. Welcher Betrug danach folgen sollte, wurde jedoch nicht festgestellt. Auch die Herkunft der Namens- und Telefonnummerndaten bleibt offen. Ein Datenleck und KI zur massenhaften Erstellung solcher Bilder nennt der Autor als mögliche Erklärungen; einen Nachweis für diesen Fall liefert er dafür nicht. Belastbare Angaben zur Häufigkeit enthält der Bericht ebenfalls nicht.

Warum du besser direkt bei Facebook nachsiehst

Die US-Verbraucherschutzbehörde FTC warnt grundsätzlich vor Nachrichten, die eine Verwechslung vortäuschen, um ein Gespräch zu beginnen. Schon eine kurze Antwort kann bestätigen, dass eine Telefonnummer genutzt wird, und weitere Betrugsnachrichten nach sich ziehen. Eine gewöhnliche Textantwort ist für sich genommen allerdings kein Beleg dafür, dass jemand dein Facebook-Konto übernommen hat.

Wenn du nichts angeboten hast und eine solche Nachricht bekommst, antworte dem unbekannten Absender nicht. Folge keinen mitgeschickten Links und gib keine Anmelde- oder Bestätigungscodes weiter. Nutze die Spam- oder Blockierfunktion deiner Nachrichten-App; Apple beschreibt diese Möglichkeiten auch für iMessage. Falls du bereits geantwortet hast, beende den Kontakt.

Öffne Facebook unabhängig davon über die App oder die selbst eingegebene Adresse. Prüfe deine eigenen Anzeigen und die angemeldeten Geräte. Bei unbekannten Aktivitäten empfiehlt Malwarebytes Facebooks Wiederherstellung über facebook.com/hacked. Findest du tatsächlich ein fremdes Profil, das sich als dich ausgibt, sichere dessen Adresse und melde es bei Facebook.

Quellen


Hinweis: Stand zum Veröffentlichungsdatum.
Verwendete Bilder, Screenshots und Medien dienen ausschließlich der sachlichen Auseinandersetzung im Sinne des Zitatrechts (§ 51 UrhG).
Teile dieses Beitrags können KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft worden sein.
(Mehr zur Arbeitsweise) Welche Quellen wir verwenden und was für uns kein Beleg ist, steht auf unserer Quellenseite.