Am 7. Januar 2015 hatten zwei Islamisten die Räume des französischen Satire-Magazins „Charlie Hebdo“ in Paris überfallen und zwölf Mitarbeiter der Zeitung getötet. Seitdem steht die Redaktion unter besonderem Schutz. Zurecht, wie sich zeigt, denn aktuell werden per Facebook neue Anschlagspläne angedroht.
Zwei maskierte Täter, die sich später zu Al-Qaida im Jemen bekannten, drangen damals in die Redaktionsräume der Zeitschrift ein, töteten elf Personen, verletzten mehrere Anwesende und brachten auf ihrer Flucht einen weiteren Polizisten um. Am 9. Januar verschanzten sie sich in Dammartin-en-Goële; Sicherheitskräfte erschossen die beiden Täter.
Nun haben die Sicherheitsbehörden erneut die Ermittlungen aufgenommen. Anlass sind mehrere Dutzend Hasskommentare auf der Facebook-Seite der Zeitung, wie es am Freitag aus Justizkreisen verlautete. Einer der Redaktionsleiter, Eric Portheault, sagte der Nachrichtenagentur AFP, das Blatt habe die Urheber angezeigt.
Drohungen habe es vor allem nach einer am letzten Dienstag veröffentlichten Zeichnung gegeben, so Portheault. Diese zeigte einen bärtigen Mann und eine Frau mit Kopftuch, die nackt über einen Strand laufen.
Der Titel zu der Karrikatur lautet frei übersetzt: „Muslime… macht euch frei“ („Musulmans… Dé-coin-cez-vous“). Danach habe ein Kommentator geschrieben: „In 20 Tagen, Attentat.“
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