Am Donnerstagvormittag wurde eine 96-jährige Rentnerin Opfer eines Trickdiebstahls.

Eine ungefähr 40 Jahre alte, vollschlanke unbekannte Frau klingelte an der Wohnungstür der schwerhörigen alten Dame. Mittels Handzeichen machte die Unbekannte, die eine dunkle Jacke trug und schwarze zusammengesteckte Haare hatte, klar, dass sie einen Zettel für einen Nachbarn schreiben wollte. Hierfür bugsierte sie die Rentnerin in die Küche und schloss die Küchentür.

Als der 96-Jährigen dies unheimlich vorkam, gelang es der Unbekannten zunächst, das Öffnen der Tür hinauszuzögern. Nachdem die Tür wieder geöffnet war, verschwand die Verdächtige in unbekannte Richtung.

Kurz darauf stellte die alte Dame das Fehlen von diversem Schmuck fest. Offensichtlich glückte es einer weiteren unbekannten Person unbemerkt in die Wohnung zu gelangen und nach Wertgegenständen zu suchen. Der Schaden beläuft sich auf mehrere hundert Euro.

Tipps zu diesem Thema

  • Lassen Sie keine Fremden in die Wohnung!
  • Sehen Sie sich Besucher vor dem Öffnen durch den Türspion oder mit einem Blick aus dem Fenster an und machen Sie von Ihrer Türsprechanlage Gebrauch.
  • Öffnen Sie die Wohnungstür niemals sofort – legen Sie immer Sperrbügel oder Sicherheitskette an.
  • Ziehen Sie telefonisch eine Nachbarin oder einen Nachbarn hinzu,wenn unbekannte Besucher vor der Tür stehen, oder bestellen Sie die Besucher zu einem späteren Termin, wenn eine Vertrauensperson anwesend ist.
  • Überlegen Sie bei angeblicher hilfebedürftiger Lage von Fremden an der Tür (Beispiel: Bitte um Schreibzeug oder um ein Glas Wasser): Woher sollte der Nachbar die Besucher wirklich kennen? Warum wenden sich die Besucher im Notfall nicht an eine Apotheke, eine Gaststätte oder ein Geschäft, sondern an eine (abgelegene) Privatwohnung?
  • Machen Sie bei hilfebedürftiger Lage von Fremden an der Tür das Angebot, selbst nach Hilfe zu telefonieren oder das Gewünschte (Schreibzeug, Glas Wasser etc.) hinauszureichen, und halten Sie dabei die Tür gesperrt.
  • Fordern Sie von Amtspersonen immer den Dienstausweis und prüfen Sie ihn sorgfältig (nach Druck, Foto und Stempel). Sorgen Sie dazu für gute Beleuchtung und benutzen Sie, wenn nötig, eine Sehhilfe.
  • Rufen Sie beim geringsten Zweifel bei der Behörde an. Suchen Sie dazu die Telefonnummer selbst heraus und ziehen Sie telefonisch eine Nachbarin oder einen Nachbarn hinzu.
  • Lassen Sie Handwerker nur dann herein, wenn Sie sie selbst bestellt haben oder wenn sie von der Hausverwaltung angekündigt worden sind.
  • Nehmen Sie nichts für Nachbarn ohne deren Ankündigung oder Auftrag entgegen.
  • Wehren Sie sich gegen zudringliche Besucher notfalls auch energisch. Sprechen Sie sie laut an und rufen Sie um Hilfe.
  • Pflegen Sie Kontakt zu älteren Mitbewohnerinnen und Mitbewohnern. Machen Sie ihnen das Angebot, bei fremden Besuchern an der Wohnungstür zur Sicherheit hinzuzukommen, und übergeben Sie für solche Fälle die eigene Telefonnummer.
Quelle: Polizei Braunschweig
Artikelbild: logoboom / Shutterstock


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