Werbung für neue Arsenal-Trikots zeigen Nutzernamen – Trolle verbreiteten Hassbotschaften

Eine Twitter-Marketingkampagne von Sportartikelhersteller Adidas wurde in Großbritannien von Trollen gekapert, die sie nutzten, um antisemitische Äußerungen zu verbreiten. Die Kampagne wurde daraufhin deaktiviert.

„Weil eine kleine Minderheit die Werbekampagne für anstößige Aussagen missbraucht hat, haben wir sofort deren Funktion abgeschaltet. Ein Twitter-Team wird die Sachlage untersuchen“,

zitiert die „HuffPost UK“ einen Sprecher von Adidas.

„Unschuldiger Hitler“ auf Arsenal-Trikot

Die „#DareToCreate“ (Wage es, zu kreieren) genannte Kampagne sollte für neue Trikots des britischen Fußballvereins FC Arsenal werben. Auf Twitter konnten Fans Adidas um ein Bild ansuchen, auf dem ihr Benutzername auf dem neuen Trikot zu sehen ist. In einem Tweet wird der User mit den Worten „Das ist dein Zuhause. Willkommen im Team“ begrüßt. Laut Adidas sollte die Kampagne begeisterten Arsenal-Fans eine Freude machen.

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Jedoch gab es offenbar keinen Filter dafür, welche Worte und Aussagen in den Benutzernamen vorkommen. Einige User kaperten die Kampagne, sodass Bilder mit Arsenal-Trikots in Umlauf gerieten, auf denen antisemitische und rassistische Aussagen standen. Ein Trikot suggerierte beispielsweise, dass „Hitler unschuldig“ sei. Auf Twitter wurden diese Bilder schnell weit verbreitet.

Adidas nicht auf Trolle vorbereitet

Adidas erntete in sozialen Medien Kritik und Spott aufgrund der mangelnden Kontrolle über die eigene Kampagne. Ein Twitter-Nutzer schrieb:

„Jemand sollte aus seinem Bett raus und ein bisschen Schadensbegrenzung betreiben.“

Ein anderer User meinte:

„Ja, Social Media ist toll und macht Spaß, aber es ist immer noch ein Job, für den man Können braucht. Und man muss auf Trolle vorbereitet sein, was Adidas offensichtlich nicht ist.“

Der FC Arsenal betonte in einem Statement, dass Aussagen wie die der Twitter-Trolle im Fußball nichts verloren haben. Diversität sei Arsenal wichtig und jeder, der mit dem Club zu tun habe, sollte das gleiche Gefühl der Zugehörigkeit erfahren.

Quelle: pressetext
Artikelbild: Shutterstock / Darya Sarakouskaya /Twitter addidas


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