AfD-Strategie enthüllt: So soll die Brandmauer fallen

Ein internes Papier beschreibt detailliert, wie die AfD nach eigener Planung die CDU/CSU spalten, Wählergruppen gezielt umwerben und so den Weg in die Regierungsverantwortung ebnen will – mit möglicherweise weitreichenden Folgen für das demokratische Gefüge.

Die Behauptung

Ein internes AfD-Strategiepapier legt detailliert dar, wie die sogenannte „Brandmauer“ zwischen Union und AfD gezielt eingerissen werden soll. Geplant sind die Spaltung von CDU/CSU und SPD/Grünen, die gezielte Ansprache neuer Wählergruppen sowie die Veränderung der öffentlichen Wahrnehmung, um Akzeptanz für eine Regierungsbeteiligung zu schaffen.

Aufgestellt von: AfD

Wahr

Wahr. Laut dem vorliegenden internen Strategiepapier beschreibt die AfD detaillierte Schritte, um die ‚Brandmauer‘ zur Union einzureißen – durch gezielte Ansprache von Stammwählern und neuen Zielgruppen sowie die Verschiebung der politischen Lager. Das Ziel: eine Regierungsbeteiligung unausweichlich machen.

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MIMIKAMA-ANALYSE: Was das Strategiepapier wirklich zeigt

Dieses interne Papier aus der AfD-Bundestagsfraktion ist kein gewöhnlicher Wahlkampfplan. Es ist ein minutiös ausgearbeiteter Operationsplan zur Machtübernahme. Unter dem Titel „Deutschland politisch gestalten – Das Ende der Brandmauer und der Weg in die Regierungsverantwortung“ beschreibt es detailliert, wie die AfD ihre Abgrenzung zur CDU/CSU einreißen, neue Wählergruppen binden und die politische Landschaft so umformen will, dass eine Regierungsbeteiligung unausweichlich erscheint.

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FAKTENBOX: Kernelemente des AfD-Strategiepapiers
(Originalinhalte aus dem internen Dokument)

Der entscheidende Abschnitt des Plans: Acht konkrete Maßnahmen, die den Weg zur Macht ebnen – Punkt für Punkt.

  1. Endziel: „Brandmauer“ zur CDU/CSU einreißen, Regierungsbeteiligung sichern, langfristig Kanzlerin Alice Weidel.
  2. Stammwähler binden: Ostdeutsche, Arbeiter, Russlanddeutsche, Landbevölkerung, männliche Jungwähler.
  3. Neue Zielgruppen gewinnen: Frauen, Ü60, Akademiker, Großstädter, kirchennahe Christen.
  4. Akzeptanzumfeld erweitern: Ablehnung unter 50 % drücken, AfD „normalisieren“.
  5. CDU/CSU unter Druck setzen: Migration & Wirtschaft als Kernthemen, Wechselwähler abziehen.
  6. Politische Lager spalten: bürgerlich-konservativ vs. „linksradikal“.
  7. Kommunikation anpassen: Kulturkampf gegen Links, Kompetenzfrage gegen CDU.
  8. Außenpolitik ausklammern: Konflikte vermeiden, Akzeptanz sichern.

Kernaussage: Der Charakter des Papiers wird in der Analyse nicht als bloßer Wunschzettel, sondern als konkrete Handlungsanweisung beschrieben

Im Kern setzt die AfD laut Papier auf eine Dreiteilung der Gesellschaft: Stammwähler, neue Zielgruppen und ein „Akzeptanzumfeld“, das eine Koalition mit der Partei nicht mehr ablehnt. Flankiert wird das durch den Aufbau zweier unversöhnlicher Lager – bürgerlich-konservativ gegen „linksradikal“ – und eine gezielte Image-Strategie, um CDU/CSU unter Druck zu setzen. Ein enger Zeitplan mit abgestimmten Kampagnen soll Schritt für Schritt die „Brandmauer“ zum Einsturz bringen.

MIMIKAMA-EXKLUSIV: Die AfD-Strategie hinter verschlossenen Türen

Dieses interne Papier ist kein Wahlkampfplan, sondern ein Fahrplan zur Macht. Es zeigt, wie die AfD gezielt CDU/CSU in ihr Lager ziehen, die Brandmauer zum Einsturz bringen und die politische Landschaft so umgestalten will, dass eine Regierungsbeteiligung unausweichlich wird. Schritt für Schritt, Zielgruppe für Zielgruppe, minutiös geplant bis 2026.

Das interne Papier beginnt mit einer klaren Bestandsaufnahme: Die AfD hat bei der Bundestagswahl 2025 SPD und Grüne in vielen Regionen hinter sich gelassen, bleibt aber durch die Brandmauer der Union von der Regierungsbeteiligung ausgeschlossen. Die Autoren beschreiben diese Mauer nicht als politische Haltung der CDU/CSU, sondern als zu beseitigendes Hindernis. Ziel: Regierungsverantwortung.

„Die Brandmauer wird fallen und der Weg für die Übernahme von Regierungsverantwortung wird offenstehen, wenn (…) andere lagerübergreifende Koalitionen nicht mehr möglich sind.“

Das ist nicht nur ein programmatisches Ziel, sondern der strategische Kern des Dokuments. Der Plan reicht von gezielten Botschaften für verschiedene Bevölkerungsgruppen bis hin zu Taktiken, um CDU und SPD dauerhaft unvereinbar zu machen.

In der Analyse dieses internen Dokuments wird ein Mechanismus beschrieben, den die Autoren als strategische Einflussnahme auf politische Mehrheiten ausarbeiten.

Die AfD unterteilt die Bevölkerung in drei Hauptsegmente: Stammwähler, Potenzialwähler und das sogenannte „Akzeptanzumfeld“. Für jede dieser Gruppen gibt es eigene Kommunikationsstrategien und Zielvorgaben.

  • Stammwähler binden: Dazu zählt die AfD vor allem Ostdeutsche, Arbeiter, Russlanddeutsche, Landbevölkerung und junge männliche Erstwähler. Diese sollen nicht nur aus Protest, sondern aus „Bindung und Überzeugung“ wählen.
  • Neue Potenziale erschließen: Genannt werden Frauen, über 60-Jährige, Akademiker, kirchennahe Christen und Großstädter. Das Dokument sieht detaillierte Untergruppen vor, etwa „Hausfrauen und Mütter“ oder „konservative Protestanten“.
  • Akzeptanzumfeld vergrößern: Hier will man gezielt Ängste vor der AfD abbauen, und die Ablehnung unter 50 % drücken. Dafür sollen „Negativimages“ identifiziert und durch Gegenkommunikation neutralisiert werden.

Tabelle 1: Die drei Hauptsegmente der AfD-Strategie
Das Strategiepapier teilt die Gesellschaft klar in drei Segmente auf, und definiert für jedes Segment ein eigenes Kommunikationsziel. Die folgende Übersicht zeigt, welche Gruppen gemeint sind und welches Ziel die AfD jeweils verfolgt.

SegmentBeispiele aus dem PapierZiel
StammwählerOstdeutsche, Arbeiter, Russlanddeutsche, Landbevölkerung, junge männliche ErstwählerDauerhafte Bindung aus Überzeugung
Neue PotenzialeFrauen, Ü60, Akademiker, kirchennahe Christen, GroßstädterGewinnung neuer Wählergruppen
AkzeptanzumfeldNicht-AfD-Wähler, die Koalition nicht strikt ablehnenAblehnung unter 50 % senken

Zweite große Achse des Plans: Spaltung der politischen Lager

Die AfD will die bisherige Front „alle gegen die AfD“ durchbrechen, indem sie das Bild zweier unversöhnlicher Lager etabliert: ein „bürgerlich-konservatives Lager“ (zu dem CDU/CSU und AfD gehören) gegen ein „linksradikales Lager“ (SPD, Grüne, Linke).

Das Papier formuliert offen:

„Unser Ziel ist eine Situation zu schaffen, in der der politische Graben nicht mehr zwischen der AfD und den anderen politischen Strömungen verläuft, sondern sich ein bürgerlich-konservatives Lager und ein sich radikalisierendes linkes Lager gegenüberstehen.“

Um diesen Graben zu vertiefen, sieht die Strategie zwei Schritte vor:

  1. Polarisierung gegen die Linke: Themen wie „Familie versus Gender“ oder „Nation versus offene Grenzen“ sollen den Gegensatz zuspitzen.
  2. Druck auf die Union: CDU/CSU-Wähler sollen gezielt enttäuscht werden, indem man die Union bei Kernthemen wie Migration und Wirtschaft „als unglaubwürdig entlarvt“.

Geplante Umwerbung von CDU/CSU-Wechselwählern

Das Papier rechnet vor: Gelingt es, 4 Millionen ehemalige SPD-, FDP- und Nichtwähler, die 2025 zur Union gewechselt sind, zurückzugewinnen, käme die AfD auf rund 28 % und könnte stärkste Partei werden.

Tabelle 2: Wählerwanderung laut Strategiepapier
Eine der Kernrechnungen im Papier: Wenn es der AfD gelingt, bestimmte Wechselwählergruppen zurückzugewinnen, könnte sie zur stärksten Partei werden. Die Tabelle zeigt, aus welchen Quellen diese Stimmen kommen sollen.

Quelle der WählerStimmen 2025 an CDU/CSUZiel der AfD
Ex-SPD-Wähler1,76 Mio.Rückgewinnung
Ex-FDP-Wähler1,35 Mio.Rückgewinnung
Ex-Nichtwähler0,90 Mio.Aktivierung
Gesamtpotenzial4,01 Mio.28 % und stärkste Partei

„Das Thema Wirtschaftswachstum (…) kann neben den Themen Migration und Innere Sicherheit ein weiteres Standbein für die AfD sein.“

Dabei will die AfD gezielt den „Markenkern Soziale Marktwirtschaft“ der CDU/CSU angreifen und eigene wirtschaftspolitische Kompetenz beanspruchen. Die außenpolitischen Differenzen mit der Union werden im Papier bewusst ausgespart, um Konflikte zu vermeiden.

Umsetzung ist minutiös getaktet

Zwischen September und November 2025 sollen Arbeitsgruppen zu Zielgruppen, Themen und Kommunikationswegen Ergebnisse vorlegen. Ziel: 

„Hürden und Problemfelder identifizieren, die einer Mitte-Rechts-Koalition entgegenstehen.“

Tabelle 3:  Zeitplan der Umsetzung
Das Papier enthält einen klaren Fahrplan, Monat für Monat bis 2026. Die folgende Tabelle listet die einzelnen Schritte, wie die AfD den Plan umsetzen will.

ZeitraumGeplante Schritte laut Papier
September 2025Start der Arbeitsgruppen zu Zielgruppen, Themen und Kommunikation
Oktober 2025Entwicklung passender Botschaften und Medienkampagnen
November 2025Präsentation der Ergebnisse, Definition von Themen, die CDU mitträgt, SPD nicht
Ab 2026Öffentliche Inszenierung gemeinsamer Positionen mit der Union

Aus demokratietheoretischer Sicht könnte ein solcher Plan von Experten als hochgefährlich bewertet werden

Er beschreibt nicht nur eine normale Wahlkampfstrategie, sondern könnte als systematischer Versuch gewertet werden, die politische Struktur der Bundesrepublik so zu verändern, dass eine Regierungsbeteiligung der AfD unausweichlich erscheint – unabhängig davon, ob dies von einer Mehrheit aktiv gewollt wird.

Folgen einer Umsetzung: Ein neues politisches Lagerdenken

Die konsequente Umsetzung dieser Strategie würde die deutsche Parteienlandschaft fundamental verändern. Statt wechselnder Koalitionen gäbe es zwei nahezu unvereinbare Lager. Kompromissbildung, ein zentraler Pfeiler parlamentarischer Demokratie, würde massiv erschwert. In der Folge könnte sich die politische Polarisierung verschärfen, gesellschaftliche Debatten würden noch stärker in „wir gegen die“ aufgeladen.

FAQ

Was bedeutet „Brandmauer“ in diesem Kontext?

Die Brandmauer ist die Selbstverpflichtung von CDU/CSU, nicht mit der AfD zusammenzuarbeiten. Sie soll verhindern, dass eine rechtsextreme Partei direkten Einfluss auf die Regierung erhält.

Warum ist die gezielte Spaltung zwischen CDU/CSU und SPD/Grünen problematisch?

Weil sie auf eine dauerhafte Blockbildung hinausläuft, die Kompromisse und sachorientierte Politik erschwert. Eine solche Polarisierung kann das demokratische System destabilisieren.

Was steht konkret in den Papieren zur Wähleransprache?

Die AfD will jede Zielgruppe mit passgenauen Botschaften ansprechen. Bei Arbeitern etwa mit dem Bild der „Leistungsträger“, bei Ostdeutschen mit dem Narrativ „Avantgarde der Freiheit“, bei konservativen Christen mit dem Schutz traditioneller Werte.

Warum wird die Außenpolitik nicht thematisiert?

Das Papier erklärt offen, dass kontroverse außenpolitische Themen (EU, Russland, USA) ausgeklammert werden sollen, um keine internen Konflikte auszulösen und das Akzeptanzumfeld nicht zu verkleinern.

Wie realistisch ist die Umsetzung dieser Strategie?

Die AfD verfügt laut Papier über detaillierte Analysen und konkrete Zeitpläne. Ob sie ihr Ziel erreicht, hängt jedoch stark von den Reaktionen der anderen Parteien und der öffentlichen Debatte ab.

Fazit

Sollte dieser Plan umgesetzt werden, würde sich das Machtgefüge in Deutschland grundlegend verschieben. Mit möglicherweise irreversiblen Folgen für die Demokratie.

Die internen Papiere zeigen einen bis ins Detail ausgearbeiteten Plan, die Brandmauer zur Union einzureißen, die politische Landschaft in zwei Lager zu spalten und so eine Regierungsbeteiligung der AfD zu erzwingen. 

Dieser Ansatz geht weit über normale Wahlkampfvorbereitungen hinaus und zielt auf eine tiefgreifende Veränderung der demokratischen Mechanismen. Die Gefahr könnte nach Einschätzung politischer Beobachter nicht nur in den Absichten liegen, sondern in der Präzision, mit der sie im Papier formuliert sind.

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