Die Behauptung
Die AfD-Spitze plant die Trennung von der als rechtsextrem eingestuften Jugendorganisation Junge Alternative (JA). Ziel ist es, eine neue Nachwuchsorganisation zu gründen, die enger an die Partei angebunden ist.
Wahr
Die AfD-Spitze versucht, sich von der als rechtsextremistisch eingestuften Jungen Alternative zu distanzieren. Dazu wäre allerdings eine Satzungsänderung notwendig, die eine Zweidrittelmehrheit auf einem Parteitag erfordert. Ob diese Pläne Erfolg haben werden, bleibt abzuwarten.
Fakten in Kürze:
- Rechtsextremismus-Einstufung: Der Verfassungsschutz stuft die JA als rechtsextremistisch ein.
- Unmut in der AfD-Spitze: Die JA agiert weitgehend eigenständig, was in der Parteispitze auf Kritik stößt.
- Neue Jugendorganisation: Die AfD erwägt ein Modell, das alle Mitglieder unter 36 Jahren automatisch in die neue Organisation integriert.
- Hürden für Abspaltung: Eine Satzungsänderung erfordert eine Zweidrittelmehrheit auf einem Parteitag.
AfD will Junge Alternative abspalten
Die AfD-Spitze will sich von ihrer umstrittenen Jugendorganisation Junge Alternative (JA) trennen und eine neue Struktur nach dem Vorbild der SPD-Jusos schaffen. Diese Pläne wurden durch einen Beschluss des Bundesvorstands bekräftigt, eine Umsetzung ist jedoch mit hohen Hürden verbunden.
Hintergrund der Abspaltungspläne
Die Junge Alternative sorgt seit geraumer Zeit für Unmut in der AfD-Spitze. Als vom Verfassungsschutz als rechtsextremistisch eingestufte Organisation steht sie im Widerspruch zu den Bemühungen der AfD, ihre Position in der politischen Mitte zu festigen. „Die können machen, was sie wollen“, zitiert die dpa ein hochrangiges AfD-Mitglied. Mit der neuen Jugendorganisation sollen klare Regeln und mehr Kontrolle geschaffen werden.
Modell der neuen Organisation
Die vorgeschlagene Reform würde eine stärkere Anbindung der Jugendorganisation an die Mutterpartei ermöglichen. Nach dem Vorbild der Jusos in der SPD wären beispielsweise alle AfD-Mitglieder unter 36 Jahren automatisch Teil der neuen Nachwuchsorganisation. Damit könnte die Partei direkten Einfluss auf Strukturen und Ordnungsmaßnahmen nehmen.
Hürden und Unsicherheiten
Laut Satzung ist die JA die „offizielle Jugendorganisation der AfD“. Eine Abspaltung würde daher eine Satzungsänderung erfordern, die nur mit einer Zweidrittelmehrheit auf einem Parteitag möglich ist. Zudem ist unklar, ob sich genügend Delegierte hinter die Pläne stellen würden, da Teile der Partei nach wie vor mit der JA sympathisieren.
Fazit zur Jungen Alternative
Die AfD-Spitze steht vor einer Herausforderung: Einerseits will sie sich von der problematischen JA distanzieren, andererseits erfordert dies einen komplizierten Satzungsänderungsprozess. Ob die notwendige Zweidrittelmehrheit erreicht wird, bleibt fraglich – und die Parteiführung wird sich weiteren internen Diskussionen stellen müssen.
Quelle: Zeit.de
Abonnieren Sie unseren Newsletter, um auf dem Laufenden zu bleiben. Erkunden Sie auch unser umfangreiches Medienbildungsangebot.
Hinweis: Stand zum Veröffentlichungsdatum.
Verwendete Bilder, Screenshots und Medien dienen ausschließlich der sachlichen Auseinandersetzung im Sinne des Zitatrechts (§ 51 UrhG).
Teile dieses Beitrags können KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft worden sein.
(Mehr zur Arbeitsweise) Welche Quellen wir verwenden und was für uns kein Beleg ist, steht auf unserer Quellenseite.
