Der Pizza-Bestelldienst Lieferando.de hat auf seiner Webseite eine Lücke geschlossen, über die Angreifer potentiell Accounts übernehmen konnten. Nutzerdaten sollen aber zu keinem Zeitpunkt in Gefahr gewesen sein, versichert das Unternehmen.
Aufgrund eines unsicheren Suchfeldes und einer bis dato fehlenden Nachbesserung gelänge es Betrügern, Lieferando-Accounts zu übernehmen
Der Sicherheitsforscher Robert Kugler wurde auf eine Sicherheitslücke im Suchfeld der Webseite des Lieferdienstes aufmerksam und hat vor ungefähr einem Monat das Unternehmen kontaktiert. Um registrierte Kunden zu warnen, und weil er keine zufriedenstellende Antwort des Konzerns bekam, wandte sich Kugler mit diesem Anliegen an heise Security.
Überprüfung nicht ausreichend
Nach Kuglers Angaben werden die Eingaben im Suchfeld von Lieferando nicht ausreichend überprüft, so dass Betrüger einem Webbrowser Code via Cross-Site-Scripting (XSS)einschmuggeln können, welcher dann ausgeführt wird.
Das gefährliche daran: die Angreifer können Cookies der damit auslesen und an die darin geschriebenen Nutzerdaten gelangen und somit die Kontrolle über Nutzer-Accounts. Zudem bestünde auch die Möglichkeit Nutzer mit dem Login-Button auf eine andere Seite umzuleiten oder gar ein Exploit Kit auf der Seite zu installieren.
Problem wurde noch nicht behoben
In dem Gespräch mit heise Security merkte Kugler an, dass er bereits Mitte vergangenen Monats (März 2016) das Unternehmen darüber informiert habe. Der Support habe aber nur versucht die IT-Abteilung zu erreichen und bis dato hat sich keiner gemeldet. In einem selbst gestarteten Test zeigt heise Security zeigt, dass das Problem noch nicht behoben wurde.
Tom Wannenmacher ist Gründer und Chefredakteur von Mimikama, Österreichs führender Faktencheck-Organisation. Seit 2011 kämpft er gegen Desinformation und Internetbetrug.
Hinweis: Stand zum Veröffentlichungsdatum. Verwendete Bilder, Screenshots und Medien dienen ausschließlich der sachlichen Auseinandersetzung im Sinne des Zitatrechts (§ 51 UrhG). Teile dieses Beitrags können KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft worden sein. (Mehr zur Arbeitsweise)
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