Heute schon verarscht worden?
Ein scheinbar harmloses Spielchen auf Facebook entpuppt sich als eine dreiste Masche, um Menschen in ein Affiliate Gewinnspiel zu locken. Hier wird recht anschaulich deutlich, wie kreativ Menschen auf Facebook sind, wenn es darum geht, Facebook-Nutzer in Provisionsprogramme zu locken. Doch beginnen wir von vorne. und schauen wir uns das vermeintlich harmlose Spiel an.
Die Facebook-Seite “worldwide” fordert ihre Nutzer auf, den ersten Buchstaben vom Namen des eigenen Vaters einzutippen und dann den Beitrag erneut zu laden. Ein wenig reißerisch wird hinterher geschoben, dass man doch versuchen soll nicht zu schreien.
Natürlich passiert auch hier, was passieren muss, nämlich reicht rein gar nichts. Egal was man eintippt oder auch nicht, die Statusmeldung wird sich nicht verändern. Das gilt natürlich auch für alle anderen kleinen harmlos wirkenden Spiele, in denen behauptet wird, dass man etwas eintippen solle und daraufhin würde sich das Bild verändern.
Was man jedoch ganz toll beobachten kann, tausende von Menschen folgen der Aufforderung, den ersten Buchstaben vom Namen des eigenen Vaters einzutippen.
Stop! Es passiert doch etwas!
Halt, wir müssen unsere Aussage ein klein wenig revidieren. Es passiert nämlich doch etwas, und zwar erhält jeder Nutzer, der etwas eintippt , eine Nachricht des Seitenbetreibers. Diese private Nachricht des Seitenbetreibers ist übrigens der einzige Sinn und Zweck dieses albern spielt, denn in der Nachricht versendet der Seitenbetreiber eine weitere Aufforderung.
Da es sich hierbei um eine automatische Nachricht handelt, dürften alle Teilnehmer diesen Text zugesendet bekommen haben.
Bei dem Link, den man zugesendet bekommt, handelt es sich um ein sogenanntes Affiliate Gewinnspiel. Diese Gewinnspiele sind Teil eines Provisionsprogramms, bei dem derjenige eine Provision bekommt, der einen Teilnehmer in dieses Gewinnspiel lotst. Das ist jetzt nicht neu und hier finden wir große Parallelen zu klassischen Fake-Gewinnspielen.
Wir rufen in Erinnerung und vergleichen: 3 Schritte
Schauen wir an dieser Stelle noch mal auf die klassischen drei Schritte eines Fake Gewinnspiels, die wir bei diesem zunächst harmlos wirkenden Spielchen ebenso nachvollziehen können.


a) Viralität erzeugen (Beispiel: Leite dieses Gewinnspiel an 20 Kontakte weiter).
b) Ein Link wird eingebaut, der zu dem vermeintlichen Gewinn führen soll.
In diesem aktuellen Fall ist die automatisierte private Nachricht des Seitenbetreibers die Brücke.

Der Fake zählt!
Daher hat der Verfasser von Köder und Brücke, der durchaus auch der jeweilige Vertriebspartner des Affiliate-Anbieters sein dürfte, ein großes Interesse daran, dass seine Fake-Geschichte im Vorfeld so glaubwürdig wie möglich klingt, gleichzeitig aber auch ein hohes Viralitätspotential besitzt.
Gut gelogen ist daher im Falle von Fake-News, sowie auch Fake-Gewinnspielen, bereits halb gewonnen. Das ist dem Verfasser dieser Statusmeldung natürlich an dieser Stelle sehr gut gelungen.
Hinweis: Stand zum Veröffentlichungsdatum.
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