In einem Facebook-Statusbeitrag wurde behauptet, dass junge deutsche Frauen Opfer von moslemischen Invasoren wurde. Zusätzlich wurden Fotos der Opfer veröffentlicht.
Der Statusbeitrag im Wortlaut:
Young German women, victims of moslem invaders. That is what democrats want to welcome to our country. What if this happened to your daughter?
Junge deutsche Frauen, die Opfer von moslemischen Invasoren. Das ist das, was die Demokraten möchten, herzlich willkommen in unserem Land. Was, wenn das passiert, um ihre Tochter?
Stimmt nicht! Der Ersteller betreibt mit seinem Statusbeitrag pure HETZE!
Begründung: Wir haben auf veröffentlichten Foto alle 4 Bilder mit Ziffern versehen, damit es besser ersichtlich wird, dass es sich hierbei um eine FAKE handelt
Person 1: Amy Rae Ferris aus England (2013)
Hierbei handelt es sich um ein Foto aus dem Jahre 2013. Die Dame heisst Amy Rae Ferris. Laut einem Artikel aus dem Jahre 2013 der Dailymail.co.uk wurde die 24-Jährige in einer Bar in England zusammengeschlagen. Es handelt sich dabei also nicht um eine junge deutsche Frau.
Bei der Dame auf dem zweiten Bild handelt es sich um die 26-Jährige Leanne Smalley. Sie wurde 2010 von Ihrem Freund zusammengeschlagen. Der Vorfall ereignete sich in England. So berichtet die Seite Lancashiretelegraph.co.uk. Und auch hier handelt es sich nicht um eine junge deutsche Frau
Das Foto stammte aus dem Jahre 2009. Es zeigt die damals 33-Jährige Shelley Jesso welche von einem Mann, als sie joggen war, überfallen wurde. Das ganz geschah in Texas! Und wiederum handelt es sich nicht um eine junge deutsche Frau.
Das Foto stammte aus einem Buch, welches sich “The Woman Who Walked into Doors” nennt. Der Autor: Roddy Doyle aus Irland. Bei dem Buch geht es um misshandelte Frauen. Die gezeigte Frau ist eine von 3 misshandelten Frauen die im Buch zu sehen sind. Wie sie heißt kann man nicht erkennen. Das Bild haben wir in einem Artikel aus dem Jahre 2011 entdeckt.
Tom Wannenmacher ist Gründer und Chefredakteur von Mimikama, Österreichs führender Faktencheck-Organisation. Seit 2011 kämpft er gegen Desinformation und Internetbetrug.
Hinweis: Stand zum Veröffentlichungsdatum. Verwendete Bilder, Screenshots und Medien dienen ausschließlich der sachlichen Auseinandersetzung im Sinne des Zitatrechts (§ 51 UrhG). Teile dieses Beitrags können KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft worden sein. (Mehr zur Arbeitsweise)
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