Aufgrund der aktuellen Ereignisse in Chemnitz scheinen sich manche Menschen dazu berufen, der Polizei und anderen Staaten Falschaussagen in den Mund zu legen.
So wurde jener Tweet tausendfach geteilt:

„Die Polizei rät allen Migranten in Chemnitz, die Wohnungen nicht zu verlassen.“
Angeblich, so der Ersteller, stand dies in einer Pressemitteilung der Polizei. Die Kollegen vom „Faktenfinder“ machten sich auf die Suche, fanden aber keinerlei Pressemitteilungen. Somit fragten sie einfach direkt bei der Polizei nach. Ergebnis: Eine solchen Ratschlag der Polizei gibt es nicht.
Nicht von der Polizei, aber…
…irgendwo muss der Ersteller dies vielleicht gelesen haben. Tatsächlich findet sich diese Warnung im Internet, allerdings nicht bei der Polizei, sondern auf der Facebookseite des Vereins RAA Sachsen:

„Auch wenn uns schwer fällt, dieser Gedanke auszusprechen, empfehlen wir gerade Migrant_innen, die Innenstadt ab Nachmittag großflächig zu meiden.“
Ein Ratschlag, der leider einen sehr ernsten Hintergrund hat. Nichtsdestotrotz muss betont werden, dass es sich um den Ratschlag eines Vereins, nicht einer Behörde handelte. In einer am gleichen Tag veröffentlichen Erklärung erwartet der Verein „RAA Sachsen Opferberatung“, der sich um Betroffene rechter Gewalt kümmert, dass „“ stärker unterbunden werden.
Angebliche Warnungen sind nichts Neues
Bereits im Jahr 2015 gab es angebliche offizielle Reisewarnungen vor Deutschland, insbesondere Ostdeutschland. Diese angeblichen Reisewarnungen kursieren jetzt aufgrund der Ereignisse in Chemnitz wieder. So soll Kanada seine Bürger davor gewarnt haben, in den OstenDeutschlands zu reisen. Ein kurzer Check jedoch zeigt, dass es damals und auch heute nicht stimmt.

Fazit
Auch, wenn Chemnitz momentan kein guter Aufenthaltsort für Migranten oder anderen Menschen mit nichtdeutschem Aussehen ist, so gibt es jedoch keine offiziellen Warnungen der Polizei oder des Staates Kanada, auf die Straße zu gehen oder dorthin zu reisen.
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