Aktuell wird ein Einsatz des EKO Cobra stark kritisiert. Ein Beamter erschoss eine entlaufene Kuh mit sieben Schuss – Zeugen sprechen von Tierquälerei.
Wir erhielten Anfragen zu einem Einsatz des EKO Cobra, wonach ein Beamter mehrere Schuss für eine entlaufene Kuh benötigte. Der Einsatz kursiert als Videoaufnahme auf sozialen Netzwerken:

sorry, das muss jetzt sein:
stimmt es das die östereichische cobra (das ist die spezialeinheit der polizei, ähnlich der deutschen gsg9)
nicht in der lage ist eine kuh auf 20 meter entfernung mit einem sauberen schuss zu töten?
hier das video dazu:Corba und können nicht schießen! Schade um die Kuh, auch wenn sie von schlachthof geflüchtet ist! Aber das hat kein Vieh verdient so oft drauf einschießen da soll der Tierschutz eingreifen! Cobra was kein Kuh erlegen kann!
Der Faktencheck
Am 11.12.2019 wurde in Matrei am Brenner im Bezirk Innsbruck-Land eine entlaufene Kuh von einem Beamten des EKO Cobra erschossen. Die Kuh war beim Verladen in einen Schlachthof-Transporter entkommen und hatte einen 32-jährigen Mann überrannt sowie verletzt. Der Landwirt hatte versucht, das Rind wieder einzufangen, sie habe sich aber äußerst aggressiv verhalten.
Als die Kuh dann auf eine nahegelegene Bahngleise gelaufen war und diese kurzzeitig blockierte, hatte der Landwirt die Polizei verständigt. Das Rind verließ die Gleise dann wieder und begab sich auf eine Wiese.
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In einer Presseaussendung erklärt das Bundesministerium für Inneres, dass Beamte des Einsatzkommandos Cobra/DSE West von der Landeszentrale der Landespolizeidirektion Tirol zu einem Einsatz aufgrund eines entlaufenen und aggressiven Rindes nach Statz in Tirol beordert wurde. Die Beamten hielten sich zu Ausbildungszwecken mit einem Hubschrauber in der Nähe des Einsatzortes auf.
Aufgrund des Tierverhaltens ginge man davon aus, dass das Rind nicht einzufangen war. Im Einvernehmen mit dem Besitzer hatte ein Beamter fünf Schüsse aus der Ferndistanz auf den hinteren Schädel- bzw. Nackenbereich und zwei Schüsse aus der Nahdistanz auf die Stirn abgegeben, wodurch das Tier verendete.
Anrainer filmten den Einsatz. Die Aufnahmen tauchten in sozialen Netzwerken auf und lösten Kritik an der Vorgehensweise des EKO Cobra aus. Zeugen sprechen von Tierquälerei. Vier-Pfoten-Kampagnenleiterin Martina Pluder fragt, „seit wann wir in Österreich solche Wildwestmethoden anwenden müssen“.
Fazit
Ja, die Kuh wurde von einem Beamten des EKO Cobra durch mehrere Schüsse getötet. Das Video zeigt, dass die Kuh nicht sofort gestorben war. Die Vorgehensweise wird stark kritisiert.
Das Ministerium verteidigt die Herangehensweise, da sich beim Eintreffen der Beamten eine größere Menschenmenge versammelt hatte und deren Schutz sowie die Sicherung des Schienen- und Straßenverkehrs für die Beamten oberste Priorität hatte.
Quellen: Vorarlberg Online, derStandard, ORF
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