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Verbraucherzentrale warnt vor fragwürdigen Angeboten für nachgefragte Lebensmittel
Corona-Abzocke mit Trockenhefe! – Das Wichtigste zu Beginn:
Trockenhefe gilt anscheinend als beliebtes Produkt in Zeiten der Corona-Krise. Die Verbraucherzentrale empfiehlt, sich nicht auf solch überteuerte Angebote einzulassen und Abzockern die Grundlage zu entziehen.
Check zeigt überteuerte Angebote
Nachdem in der Beschwerde-Box der Verbraucherzentrale Brandenburg einige Verbraucher Wucherpreise bei nachgefragten Lebensmitteln moniert haben, hat die Verbraucherzentrale genauer hingeschaut und Angebote für Trockenhefe unter die Lupe genommen. Spitzenreiter beim Check waren 7 Gramm für 10 Euro.
Die Verbraucherzentrale dazu: „Melden Sie diese Angebote beim Plattformbetreiber und lassen Sie die Finger davon.“
Trockenhefe ist das neue Silber
„Auf Online-Marktplätzen tummeln sich viele überteuerte Angebote für Trockenhefe, meist von privaten Verkäufern“, berichtet Silke Vollbrecht, Lebensmittelexpertin bei der Verbraucherzentrale Brandenburg.
Bei einem ersten Trockenhefe-Check auf eBay fanden die Verbraucherschützer zum Beispiel:
1 Tüte á 7g für 10 €, plus 1,55 € Versand. Neben „SofortKaufen“ für 10 € war „Bieten“ möglich (Mindestgebot bei 3 €)
3 Beutel á 7g für 9,99 €, keine Versandkosten
16 Beutel á 7g für 44,00 €, ohne Versand
„Die hier angebotene Trockenhefe ist fast durchweg teurer als Silber, das man derzeit für 43 Cent pro Gramm bekommen kann“, sagt Vollbrecht. „Wir verurteilen Geschäftemacher, die die derzeitige Unsicherheit auf Grund der Corona-Krise ausnutzen wollen. Verbrauchern raten wir, ruhig zu bleiben, sich nicht auf solch überteuerte Angebote einzulassen und Abzockern die Grundlage zu entziehen. Kaufen Sie Brot bei der Bäckerei nebenan oder probieren Sie Rezepte aus, für die Sie keine Hefe benötigen.“
Fragwürdige Angebote
Skurrile Angebote fanden die Verbraucherschützer ebenfalls.
„Ein Nutzer tauscht Bettdecke und Kopfkissen gegen Trockenhefe. Ein anderer verkauft zwei alte Bücher für 15 Euro und gibt gratis Trockenhefe dazu“, berichtet die Verbraucherschützerin.
Internet-Portale sind nach eigenen Angaben bemüht, Grundsatzverstöße so schnell wie möglich von der Plattform zu entfernen.
„Helfen Sie aktiv mit, indem Sie unseriöse Angebote dieser Geschäftemacher bei den Portalen melden“, so Vollbrecht.
Die Verbraucherzentrale geht den Beschwerden der Verbraucher weiterhin nach. Wenn Sie fragwürdige Geschäfte beobachten, die die aktuelle Situation nutzen, um daraus Profit zu schlagen, melden Sie das über unsere Beschwerde-Box.
Quelle: Verbraucherzentrale
Artikelbild: Shutterstock / Von HandmadePictures
Claudia Spiess ist Redakteurin und Designerin bei Mimikama,
Österreichs führender Faktencheck-Organisation. Sie verbindet
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